17 Nov
Kalender
Do 21.11.2019 18.00 Donnerstagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

So 24.11.2019 11.00 Sonntagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Sa 30.11.2019 11.00-13.00 Kreativ-Workshop mit Ausstellungsbesuch: "MEIN EIGENES BRETTSPIEL" (ab 6 Jahren)

Kosten: 5 Euro
Zuerst schauen wir uns ein paar Werke in der aktuellen Ausstellung an. Danach könnt ihr euer eigenes Spielbrett basteln. Ob ihr das Spielbrett auf Basis von „Mensch Ärgere dich nicht“ oder einem Schachbrett gestaltet, dürft ihr selbst entscheiden. Bitte Wasserfarben, Pinsel und kleine Steinchen oder Knöpfe für die Spielsteine mitbringen!

Anmeldungen bis 2 Tage vor dem Termin: 08341 8644 oder mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

In Kooperation mit der VHS Kaufbeuren e.V.

Do 05.12.2019 18.00 Kuratoren-Führung "Kunst & Kulinarisches"

Um 18.00 Führung mit Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren, ab ca. 19.00 Abendessen im Café Kirschkern.

Verbinden Sie Ihren nächsten Ausstellungsbesuch mit einem gemütlichen Abendessen in unserem Museums-Café Kirschkern. Die engagierten Betreiber des Cafés kreieren passend zur aktuellen Ausstellung ein Überraschungsmenü für Sie. – Eine wunderbare Geschenkidee zu Weihnachten!
Kosten: 25 Euro | Anmeldungen bis Dienstag vor dem jeweiligen Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 08341 8644
Die Teilnahme ist auch ohne Abendessen möglich. Kosten: 3 Euro
zzgl. Eintritt | Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin

So 08.12.2019 11.00 Sonntagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Do 12.12.2019 18.00 - 19.00 Führung für Kinder: Nachts im Museum

Eine mysteriöse Entdeckungsreise für Kinder durch die Ausstellung “GEGEN DEN STRICH: CHICAGO CALLING – Amerikanische Außenseiterkunst” im Kunsthaus Kaufbeuren.
Anmeldung bis 10.12. unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder T 08343/ 923 178 | Kosten: 5 € pro Kind

Sa 14.12.2019 11.00-13.00 Kreativ-Workshop mit Ausstellungsbesuch: "FANTASIE & FARBE" (ab 6 Jahren)

Kosten: 5 Euro
Nach einem kleinen, gemeinsamen Rundgang durch die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus könnt ihr eure eigenen Fantasiegeschichten, Träume und Wünsche mit Farbe, Papier und kleinen Fundstücken gestalten. – Bitte Wasserfarben, Pinsel und eure Fundstücke (Muscheln, Steinchen, Knöpfe usw.) mitbringen!

Anmeldungen bis 2 Tage vor dem Termin: 08341 8644 oder mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

In Kooperation mit der VHS Kaufbeuren e.V.

So 15.12.2019 11.00 Sonntagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Do 19.12.2019 18.00 Donnerstagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

So 05.01.2020 11.00 Sonntagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Do 16.01.2020 18.00 Kuratoren-Führung "Kunst & Kulinarisches"

Um 18.00 Führung mit Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren, ab ca. 19.00 Abendessen im Café Kirschkern.

Verbinden Sie Ihren nächsten Ausstellungsbesuch mit einem gemütlichen Abendessen in unserem Museums-Café Kirschkern. Die engagierten Betreiber des Cafés kreieren passend zur aktuellen Ausstellung ein Überraschungsmenü für Sie. – Eine wunderbare Geschenkidee zu Weihnachten!
Kosten: 25 Euro | Anmeldungen bis Dienstag vor dem jeweiligen Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 08341 8644
Die Teilnahme ist auch ohne Abendessen möglich. Kosten: 3 Euro
zzgl. Eintritt | Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin

Sa 18.01.2020 11.00-13.00 Kreativ-Workshop mit Ausstellungsbesuch: "MEIN EIGENES BRETTSPIEL" (ab 6 Jahren)

Kosten: 5 Euro
Zuerst schauen wir uns ein paar Werke in der aktuellen Ausstellung an. Danach könnt ihr euer eigenes Spielbrett basteln. Ob ihr das Spielbrett auf Basis von „Mensch Ärgere dich nicht“ oder einem Schachbrett gestaltet, dürft ihr selbst entscheiden. Bitte Wasserfarben, Pinsel und kleine Steinchen oder Knöpfe für die Spielsteine mitbringen!

Anmeldungen bis 2 Tage vor dem Termin: 08341 8644 oder mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

In Kooperation mit der VHS Kaufbeuren e.V.

Sa 25.01.2020 19.00 (Einlass ab 18.30) Lesung mit Musik "Von bunten Vögeln und schwarzen Schafen"

SA 25.01.2020 | 19.00 | Einlass ab 18.30 | Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro (Schüler und Studenten) | Kartenvorverkauf im
Kunsthaus Kaufbeuren | Kartenreservierung: mail@kunsthaus-kaufbeuren.de und Tel. 08341 8644 | Restkarten an der Abendkasse

Das Trio Simone Schatz, Astrid Bauer und Tiny Schmauch ist wieder zu Gast im Kunsthaus Kaufbeuren! Für ihren Auftritt haben die drei Künstler auch dieses Mal maßgeschneidert zur aktuellen Ausstellung ein abendfüllendes Programm mit Texten und Musik zusammengestellt. – Simone Schatz liest in ihrer unnachahmlichen Art literarische Briefe, Texte und Gedichte u.a. von den Bürgerrechtlern Martin Luther King, Rosa Parks und Greta Thunberg. Außerdem wird neben weiteren Romanhelden auch John Franklin, der Protagonist aus Stan Nadolnys weltweitem Bestseller »Die Entdeckung der Langsamkeit« zu Gast sein; ebenso wie der junge Aristokrat Jean Floressas Des Esseintes, als dekadent-neurotischer Antiheld des Romans »Gegen den Strich« von Karl-Joris Huysmans, der seinem
Autor einen Platz in der Literaturgeschichte sichern sollte.

Mit Musikstücken und Songs von Nina Simone, Billie Holiday und anderen Jazzinterpreten sorgen Astrid Bauer (Querflöte) und Tiny Schmauch (Kontrabass) für den klangvollen Rahmen zu den literarischen Genussmomenten und garantieren damit einen gelungenen Abend mit Amüsement und Tiefgang.

Eine wunderbare Geschenkidee zu Weihnachten!

Gefördert von der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG

 

Kontakt & Presse

Adresse

Kunsthaus Kaufbeuren
Spitaltor 2 • 87600 Kaufbeuren

T 0 83 41 86 44
F 0 83 41 86 55
E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Das Kunsthaus übernimmt keine Verantwortung für unaufgefordert eingereichte Bewerbungen und Mappen.
Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt.

Pressekontakt

Für Presseanfragen und Bildmaterial zu den Ausstellungen kontaktieren Sie bitte Veronika Blumtritt unter:

E presse@kunsthaus-kaufbeuren.de
T 0 83 41  86 44
F 0 83 41  86 55

 

Hier können Sie die Pressemappen zu unseren Ausstellungen seit 07/15 als PDF-Dokument herunterladen:

Pressemappe_GEGEN DEN STRICH_CHICAGO CALLING – Amerikanische Aussenseiterkunst

Pressemappe_Heimat_neu_beTRACHTEN

Pressemappe MENSCHENBILDER – Ernst Barlach | Otto Dix | George Grosz | Samuel Jessurun de Mesquita

Pressemappe Jahresausstellung BLICK FANG 2018

Pressemappe DRIFT Peter Krauskopf

Pressemappe CROSSING CULTURES – Der Farbholzschnitt in Europa und Japan 1900-1950

Pressemappe KARL KUNZ – Einzelgänger der Moderne

Pressemitteilung LESUNG Boris von Brauchitsch im Kunsthaus Kaufbeuren

Pressemappe Jahresausstellung BLICK FANG 2017

Pressemappe PERFECT WORLD – Christian Hellmich | Sven Kroner | Pere Llobera

Pressemappe HIGH & SLOW – Hana Usui | Thilo Westermann

Pressemappe Erste Jahresausstellung BLICK FANG 2016 – zum 20-jährigen Jubiläum des Kunsthauses Kaufbeuren

Pressemappe LUTHER REICHT NICHT! – Künstlerische Impulse zur ständigen Reform

Pressemappe KUNST UND STIGMA – Grenzgänger zwischen Zwang und Freiheit

Pressemappe TAT/ORT – (Un)heimliche Spuren der Mafia – Tommaso Bonaventura | Alessandro Imbriaco | Fabio Severo

 

Pressestimmen

(Auswahl, chronologisch)

 

»GEGEN DEN STRICH: CHICAGO CALLING – Amerikanische Außenseiterkunst«

25.10.2019 | Allgäuer Zeitung | Feuilleton | „Chicago in Kaufbeuren“ | von Martin Frei

„[…] Während Cézanne und Co. jedoch schon lange den Kultur-Olymp erklommen haben, rückt die jüngere Outsider Art jetzt erst allmählich in den Blickpunkt der Kunstwelt. Nach seiner Ausstellung „Kunst und Stigma“, bei der 2015 Werke von deutschen Außenseiter-Künstlern zu sehen waren, gewährt das Kunsthaus Kaufbeuren nun erhellende Einblicke in die entsprechende US-Szene. „Gegen den Strich: Chicago Calling“ heißt die Schau und lenkt die Aufmerksamtkeit schon im Titel auf das absolute Zentrum dieser Kunstrichtung in den Vereinigten Staaten.

Diesseits wie jenseits des Atlantiks ist die Losgelöstheit ihrer Schöpfer von jeder Art des Akademismus ein Merkmal der Außensseiterkunst, die spätestens seit den 1940er Jahren und der Definition als Art Brut durch Jean Dubuffet Eingang in die Kunstwissenschaft gefunden hat. Doch während diese technisch wie inhaltlich oft „naiven“, aber unmittelbar wirkenden Arbeiten gerade in Deutschland fast immer mit psychatrieerfahrenen Schöpfern verbunden sind, stehen sie in den USA in einem ganz anderen Kontext. […]“

08.10.2019 | Allgäuer Zeitung | Kultur am Ort | „Amerikanische Außenseiter“

„[…] Die Ausstellung erforscht Chicagos Geschichte der Produktion, Anerkennung und Akzeptanz der Kunst gesellschaftlicher Außenseiter und Autodidakten. Häufig ohne Kenntnis künstlerischer Techniken und abseits der kunsthistorischen Tradition entwickelten sich dort höchst individuelle künstlerische Ausprägungen, die sich in eindruckdvollen Bildwerken manifestierten. Immer wieder drückt sich in den Werken die Wechselwirkung zwischen Natur und Kultur aus, zwischen hohem künstlerischen Anspruch und „naiven“ Formen der Volkskunst. […]“

»Wie kommt der Affe in die Wunderkammer?«
Anja Güthoff – Eine künstlerische Weltaneignung

14.09.2019 | Allgäuer Zeitung | Kultur am Ort | „Anja Güthoff packt aus“ von Martin Frei

„Zweifellos meisterhaft und deshalb auch vielfach preisgekrönt ist die künstlerische Arbeit von Anja Güthoff. Doch bei der „Führung“ durch ihre aktuelle Ausstellung im Kunsthaus Kaufbeuren am Donnerstagabend schien es gar so, als ob sie selbst der Physik ein Schnippchen schlagen kann. Denn als die gebürtige Kaufbeurerin ihren im Foyer präsentierten „Wunderschrank“ ausräumte, war das Publikum durchweg verblüfft, welche Fülle an Kunstvollem, Skurrilen und Naturgegebenen sie aus den vielen Schublädchen und Fächern hervorholte. Am Ende waren die rund zwei Quadratmeter Tapeziertisch, auf denen Güthoff ihre stimmig verpackten Fundstücke ausbreitete, fast komplett belegt. Ein Wunder? Zumindest aber eine Performance zum Wundern – und genau das ist das künstlerische Prinzip, dem sie schon seit langem mit ihren Installationen folgt.[…]“

06.09.2019 | Allgäuer Zeitung | Kultur am Ort | „Kreativer Klimawandel“ von Martin Frei

„[…] Güthoff ist immer auf der Suche nach künstlerischem Material – und zwar ganz konkret. Auf Flohmärkten, in der Natur oder einfach auf der Straße hat sie eine enorme Masse von originellen naturkundlichen, kunshandwerklichen oder einfach alltäglichen Dingen zusammengetragen. In der Tradition der höfischen oder klösterlichen „Wunderkammern“ die ab der Renaissance die Vorläufer der heutigen Museen waren, stellt die Künsterlin diese zusammen und setzt sie in Dialog mit ihren Zeichnungen, Gemälden und Collagen. So auch im Kunsthaus-Foyer. Dort zeigt Güthoff unter anderem zwei mit Fundstücken bestückte Kabinettschränke. Einer davon ist eine Leihabe des hiesigen Stadtmuseums, in dessen Depot die Künstlerin für die Kaufbeurer Ausstellung stöbern durfte.[…]“

 

»Heimat neu beTRACHTEN«
Fotografien und Originalmodelle aus Deutschland

18./19. Mai 2019 | Dachau/Lokales

„[…] Für die Ausstellung hat Evi Wittmann vom Volkstrachten-Erhaltungsverein D’Ampertaler Dachau drei Schaufensterpuppen mit Originaltrachten ausstaffiert. Die Familie Gasteiger aus Prittlbach posierte in ihren eigenen Trachten neben den Puppen, was bei der Verissage für Aufsehen sorgte. Fotos der Familie sind auch in der Ausstellung zu sehen. […]“

15.05.2019 | Allgäuer Zeitung  Allgäu-Kultur | „Kunst-Stoff“ von Martin Frei

„[…] Das Kunsthaus Kaufbeuren setzt die deutsche Trachtenkultur ins rechte Licht, auch mit Fotos. Ein gelungenes Experiment
So manches Klischee hat das Kunsthaus Kaufbeuren in den gut zwei Jahrzehnten seines Bestehens schon alt aussehen lassen. Aber die aktuelle Ausstellung räumt gleich reihenweise mit Vorurteilen auf. Und das geschieht nicht etwa mit provokanter Kunst, sondern mit tradioneller Bekleidung. […] Ein für die Kaufbeurer Ausstellungshalle gewagtes, aber – um es gleich vorweg zu nehmen – auf jeden Fall gelungenes Experiment. […]
Perfekt in Szene gesetzt
Hohenberger macht seine Bilder nicht mit professionellen Models, sondern mit den Menschen, die die Trachten regelmäßig tragen. Ansonsten arbeitete der Fotograf aber so, wie er es etwa für die „Vogue“ getan hätte. Die Trachtenträger sind klug arrangiert, perfekt ausgeleuchtet und ausdrucksstark in Szene gesetzt. Dieses Spannungsfeld zwischen Authentizität und hochprofessioneller Ästhetik hebt Hohenbergs Fotografen weit über das rein Dokumentarische hinaus. Es sind kunstvolle Fotos von gut gekleideten Menschen im Hier und Jetzt. Ganz ohne Historienmuff, Volkstümelei oder spöttischer Ironie, unter denen die Tracht in bestimmten Kreisen immer noch zu leiden hat.[…] „

11.05.2019 | Allgäuer Zeitung  Kultur am Ort

„[…] Im Kunsthaus gibt es allerhand zu be-Trachten
Dass die neue Schau im Kunsthaus den ohnehin schon beachtlichen künstlerischen Horizont der Kaufbeurer Ausstellungshalle in eine eher unerwartete Richtung erweitert, war schon bei der Eröffnung am Donnerstagabend zu sehen. Unter den Vernissage-Besuchern stachen etliche in traditionellen oder auch neuen Trachten heraus. Jede Menge hochkarätige Beispiele dafür, dass die traditionelle Bekleidungskultur in Deutschland weit verbreitet und lebendig ist, gibt es in den Ausstellungsräumen zu sehen. Die Schau „Heimat neu beTRACHTEN“ zeigt zum einen Bilder des Berliner Fotografen Gregor Hohenberg, der Trachtenträger in der ganzen Bundesrepublik so hochprofessionell und hochästhetisch abgelichtet hat, wie er es sonst mit Models für internationale (Mode-)Zeitschriften tut. Zum anderen sind originale Trachten und historische Accessoires wie Hüte und Schmuck ausgestellt, die Hohenbergs Bilder sinnlich und aufschlussreich ergänzen. Dafür arbeitete das Kunsthaus unter anderem eng mit dem Bezirk Schwaben und dessen Trachtenberatungsstelle zusammen. […]“

 

»MENSCHENBILDER«
Ernst Barlach | Otto Dix | George Grosz | Samuel Jessurun de Mesquita
Arbeiten auf Papier

 

13.03.2019 | Kreisbote  KULTUR | Ein maßgeschneiderter Auftritt |

„[…] Die Porträts der „Menschenbilder“ zum Leben erweckt
Das famose Trio Simone Schatz, Astrid Bauer und Tiny Schmauch waren kürzlich erneut im Kunsthaus Kaufbeuren. Für diesen Auftritt hatten die drei Künstler maßgeschneidert zur aktuellen Ausstellung „Menschenbilder“ ein Programm mit Texten und Musiksstücken aus der turbulenten Zeit zwischen den beiden Weltkriegen zusammengestellt. […]“

06.03.2019 | AZ  KULTUR am ORT | „Wo das Damals bis ins Heute reicht“ | Artikel von Klaus Thiel

„[…] Literatour-Trio begeistert mit Texten und Musik zur aktuellen Ausstellung.
Die Ausstellung „Menschenbilder“ im Kunsthaus Kaufbeuren war Anlass und Bühne gleichermaßen für einen besonderen Abend: Ausgewählte Texte und stimmige Musik schilderten die politischen und kulturellen Umstände, in denen die Werke von Künstlern aus dem vergangenen Jahrhundert entstanden sind. […] Simone Schatz (Sprache und Gesang), Astrid Bauer (Flöte) und der Basist Tiny Schmauch […] waren an dem Abend die Protagonisten. In beeindruckender Weise kreierten sie Stimmungsbilder aus Worten und Noten. In hoher künstlerischer Qualität kommentierten und interpretierten sie die vier Künstler und ihre Zeit. […]“

14.01.2019 | SZ  KULTUR | „Unbekannte Wesen“ | Artikel von Sabine Reithmaier

„[…] Jessurun de Mesquita sparte sich jeden Hinweis zur Interpretation seiner Rätselwelten. Anfangs lehnt er sichnoch an Jugenstil und Symbolismus an, doch inden Zwnazigerjahren entwickelt er einen eigenwilligen Expressionismus. Er lässt seiner Fantasie freien Lauf, verbindet Alltagswirklichkeit mit Traumwelten. Er verfremdet die Menschen, die er porträtiert, verzerrt sie ins Groteske. Er zeichnet Rabbiner oder jüdische Gläubige, aber auch Bischöfe oder Pfarrer, meist wenig schmeichelhaft und im Profil, gern mit Hakennase, Schweinerüssel und vorgestülpten, lüsternen Lippen. Meist arbeitet er mit Bleisift, tusche oder Kohle; gelegentlich aquarelliert er. Auffallend ist der ungewhnliche Umgang mit der Technik des Holzschnitts. Er vereinfacht die Formen extrem stark, reduziert die Farben auf ein Hell-Dunkel-Schema. Je älter er wird, desto mehr verschcachtelt er seine Bildwelten, komponiert bedrohliche Traumszenen und Visionen. Niemals vergab er eine Werktitel – die erläuternden, in Klammern gesetzten Deutungshilfen stammen aus späterer Zeit. […]“

10.01.2019 | AZ  Feuilleton | „Bilder geschundener Menschen“ | Artikel von Martin Frei

„[…] Zahlreiche Arbeiten, die gerettet wurden, sind nun in der Ausstellung „Menschenbilder“ im Kunsthaus Kaufbeuren zu sehen. Diese soll nach dem Willen von Kurator Jan T. Wilms dazu beitragen, dem 1868 geborenen Niederländer einen gebührenden Platz in der Kunstgeschichte zu verschaffen. Dazu hat der Kunsthaus-Direktor einen gelungenen Kunstgriff getan. Er komnierte die Drucke und Zeichnungen des zu Lebzeiten einflussreichen, aber nach dem Zweiten Weltkrieg vergessenen Jessurun de Mesquita mit Arbeiten auf Papier von drei bekannten Zietgenossen: Ernst Barlach, Otto Dix und George Grosz. Das Erbebnis ist ein Panoptikum der Zwischenkriegszeit, eine Schilderung der Abgründe und Aufbrüche, die die Menschen und die Kunst in diesen Jahren prägten. Und es gibt trotz der wohlbekannten Sujets und Namen viel Neues zu entdecken. […]“

27.12.2018 | EXTRA  „Menschenbilder“ im Kunsthaus

„[…] Neue Winterausstellung zeigt Werke von vier Künstlern. Das Kunsthaus widmet sich in der diesjhärigen Winterausstellung der Darstellung des Menschen im Schaffen von vier herausragenden Künstlern. Noch bis zum 22. April 2019 kann die Ausstellung besichtigt werden.

24.12.2018 | AZ  Kultur | „Eine Schau (nach der anderen)“ | Artikel von Martin Frei

„[…] Im Frühjahr lief noch die Schau „Crossing Cultures“, in der der Farbholzschnitt in Europa und Japan in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts im Mittelpunkt stand. Werke großer Meister beider Kulturkreise traten da in einen sehr aufschlussreichen Dialog. Über den Sommer waren dann neuere und neueste abstrakte Gemälde von Peter Krauskopf zu sehen. Eine Ausstellung, die unmittelbar Einblick in das Schaffen eines zeitgenössischen Künstlers gab, der durchaus noch zu den ganz Großen aufschließen kann. Und aktuell zeigt das Kunsthaus „Menschenbilder“, Arbeiten auf Papier von Barlach, Dix und Grosz sowie von ihrem zu Unrecht vergessenen Zeitgenossen Samuel Jessurun de Mesquita. […]“

15.12.2018 | AZ Nr. 289 Allgäu-Kultur | Bewegende „Menschenbilder“ aus gewegten Zeiten

„[…] Es sind rund 180 bewegende Kunstwerke aus bewegten zeiten, die das Kunsthaus Kaufberuen in seiner neuen Ausstellung „Menschenbilder“ vereinigt. Zu Zeichnungen, Aquarellen und Druckgrafiken der Wohlbekannten Ernst Barlach, Otto Dix und George Grosz gesellen sich Arbeiten auf Papier von Samuel Jessurun de Mesquita. Der vor 150 Jahren geborene Niederländer war zu Lebzeiten ebenso bekannt und gefragt wie die Genannten. Doch als Jude wurde er im Konzentrationslager Auschwitz umgebracht. Er und sein Werk gerieten nach dem Zweiten Weltkrieg in Vergessenheit. Dies will die umfangreiche, von Kunsthaus-Direktor Jan T. Wilms kuratierte Schau nun ändern. So stehen die Arbeiten von Jessurun de Mesquita räumlich im Zentrum der Ausstellung und der Betrachter kann interessante Bezüge, etwa zu den Arbeiten von Grosz, herstellen, der mit zahlreichen bisher noch nie öffentlich gezeigten Werken vertreten ist. Allen Exponaten ist der Blick auf den Menschen vor allem in den turbulenten Zeiten zwischen den beiden Weltkriegen mit ihren politischen und gesellschaftlichen Umbrüchen, gemeinsam. Düstere und zynische, drastische und schonungslose Blicke auf das menschliche Wesen gewährt die Schau. Aber auch heiter Karikierendes ist zu sehen – und Visionäres, insbesondere von Jessurun de Mesquita, der interessiert die neuesten psychologischen Erkenntnisse seiner Zeit verfolgte. […]“

12.12.2018 | AZ Nr. 286 | „Barlach, Dix, Grosz und ein Unbekannter“

„[…] Kunsthaus-Ausstellung „Menschenbilder“ würdigt Samuel Jessurun de Mesquita.

 

»BLICK FANG« – Jahresausstellung 2018

22.09.2018 | Kreisbote | Kultur | „Frauenpower im Kunsthaus Kaufbeuren“ | Artikel von Ingrid Zasche

„[…] Die 130 Werke, die in der kürzlich im Kunsthaus Kaufbeuren eröffneten 3. Verkaufsausstellung „Blick Fang“ gezeigt werden, stammen überwiegend von Künstlerinnen. Fast zwei Drittel der 33 teils unbekannten und teils etablierten Künstler, die von einer hochkarätigen Jury unter mehr als 300 Bewerbungen aus ganz Deutschland selektiert wurden, sind weiblich. Vier von den 33 waren auch 2017 bereits unter den Auserwählten. Die Künstler leben und arbeiten zumeist in München, es sind jedoch auch Kunstschaffende aus dem gesamten deutschsprachigen Raum und etliche aus der Region vertreten. Eine ganze Reihe von Künstlern war bei der Vernissage anwesend.[…]“

20.09.2018 | top schwaben | Ausgabe 63 | Zeitgenössische Kunst | „Kommen. Kaufen. Das Kunsthaus kaufbeuren lockt mit einer besonderen Schau“ | Artikel von Wolfram Grzabka

„[…] Bereits im Foyer ist in dem zeitgenössischen Gebäude Kunst zu sehen, der Rückbau des kleinen Museumsshops schuf zwei neue Wände für die Präsentation von künstlerischen Arbeiten. „Wir haben hier sehr schöne Räume und können optimal strukturieren,“ freut sich Direktor Jan T. Wilms. […] Der Satz aus der Pressemappe: „Damit wird das Kunsthaus Kaufbeuren ein drittes Mal zur Plattform für die Präsentation herausragender Positionen der Gegenwartskunst,“ ist sicher nicht übertrieben, an Abwechslungsreichtum ist die Schau wohl kaum zu überbieten. Da gibt es David Borgmanns mystisch anmutende malerische Bildwelten, die durch ihre düstere Farbgebung ein Gefühl der Verunsicherung auslösen. Ins Schmunzeln gerät der Betrachter hingegen bei der Arbeit „Streckbock“ von Judith Egger: Aus ZIegenleder, Messing und Balsaholz wächst die fragile Arbeit hoch empor und wird so zum Sportgerät für „feinstoffliche Wesen“, sodie Künstlerin. Ganz anders die „Faltungen“ von Kathrin Ganser. Die Berliner Künstlerin verzerrt un verformt auf ihren Lambda-Prints architektonische Elemente zu neuen, spannungsvollen und futuristisch anmutenden Bilderwelten. Theo Hofmann setzt dem mit seinem „round up“ aus geklebter Anthrazitkohle eine ebenso lebendige und kontrastreiche Formschöpfung entgegen, die durch die schroff strukturierte Oberfläche besonders spannungsreich ist. […]“

15.09.2018 | Allgäuer Zeitung Nr. 213 | Allgäu-Kultur | „Wiedersehen macht Freude“ | Artikel von Martin Frei

„[…] Die Jahresausstellung „Blick-Fang“ bietet zum dritten Mal vor allem jungen aufstrebenden Künstlern ein professionelles Forum – inklusive beeindruckenden „Heimkehrern“

Guido Weggenmann setzt der Jahresausstelllung „Blick-Fang“ im Kunsthaus Kaufbeuren die Krone auf – oder eigentlich tut er es genau nicht. Denn das mächtige metallene Herrscherinsigne mit gut einem Meter Durchmesser liegt scheps auf einer schäbigen Euro-Palette, fixiert mit einem ebenfalls ganz und gar nicht edlen Zurrgurt. „Auf Palette“ hat der Allgäuer Künstler sein 2014 entstandenes Werk genannt, das die Besucher in der Kaufbeurer Ausstellungshalle in Empfang nimmt.

In gewisser Weise geadelt fühlen dürfen sich die Schöpfer der zahlreichen folgenden Werke dennoch. Denn für die Jahresausstellung 2018 hat eine namhafte Jury aus rund 300 Bewerbungen 33 vor allem junge und aufstrebende Künstler ausgewählt. Die stammen zu einem guten Teil aus der Region, aber auch aus dem gesamten Bundesgebiet. Als Juroren fungierten neben namhaften Kunstprofessoren, Kuratoren und Galeristen, vor allem aus München, auch Franz Endhardt, Vorsitzender der Kaufbeurer Künstler-Stiftung, sowie Kunthaus-Leiter Jan T. Wilms. Letzterer ließ die Fülle an Exponaten wohl geordnet und durchdacht in seinem Haus hängen und stellen. […]“

13.09.2018 | Extra | Aus der Region | „Jahresausstellung im Kunsthaus“

„[…] Zahlreiche Menschen haben in den vergangen beiden Jahren die Jahresausstellung besucht und – dem Ansatz des Formats entsprechend – auch Kunstwerke erworben. Neben privaten Kunstliebhabern, etablierten Sammlern sowie zahlreichen Erstkäufern erwarb 2017 überdies die Aunkaufskommission des Freistaates Bayern für die Bestände der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen erneut Kunstwerke aus der Ausstellung. Auch bi der dritten Ausgabe von „Blick Fang“ werden wieder Unikate und Editionen junger wie etablierter Künstler zu erschwinglichen Preisen angeboten – nicht nur um Kunstsammler anzuziehen, sondern auch, um bei dem einen oder anderen Besucher dei Sammelleidenschaft neu zu wecken.[…]“

 

Peter Krauskopf | »DRIFT«

13.07.2018 | Süddeutsche Zeitung Nr. 159 | Kultur | S. R17 | „Kraftfelder – Schaben, kratzen, übermalen: Das Kunsthaus Kaufbeuren zeigt die abstrakten Arbeiten von Peter Krauskopf“ | Artikel von Sabine Reithmaier

„[…] Krauskopfs Arbeiten entstehen durch Übermalung. Er trägt auf die Leinwand mehrere, verschieden flüssige Farbschichten auf, zieht sie mit der Spachtel wieder ab, legt tiefere Schichten wieder frei und erzielt reizvolle Farbverläufe. Manchmal verschliert er sie, ein anderes Mal schabt er sie ab, der vielschichtige Untergrund schimmert durch. Zum Pinsel greift er nur selten, viel öfter dagegen zur Rakel, einem Schab- und Kratzinstrument. […] Das Rakeln laufe fast automatisch ab, sagt Krauskopf. Meist könne er gar nicht sehen, was er mache, letzthin habe er sich einen Spiegel gebaut, um zu sehen, wie das Bild entsteht. Das würde bei manch anderem kokett klingen, bei Krauskopf nicht. Er hat seine Bilder längst im Kopf, sie sind vor seinem inneren Auge entstanden, die Hand arbeitet fast selbständig. Der Zufall spielt natürlich eine Rolle, das Fließen der Farbe schert sich nicht unbedingt um Planungen. Aber dass die „Fehlerhaftigkeit“ (Krauskopf) in einem Bild zu erkennen ist, mindert nichts an dessen Kraft. […]
Krauskopf, Jahrgang 1966, studierte in den Neunzigerjahren bei Arno Rink in Leipzig, genau zu der Zeit, als Neo Rauch dort als Assistent für Rink arbeitete. Aber im Gegensatz zu seinen Studienkollegen konnte er mit der Gegenständlichkeit nichts anfangen. „Ich habe immer abstrakt gemalt.“ Und in einem Fischschwarm mitzuschwimmen, in dem sich jeder am Nachbarn orientiere, sei seine Sache nicht. […]
Im Obergeschoß des Kunsthauses hängen 25 Papierarbeiten. Sie werden als Konvolut zum ersten Mal ausgestellt. […] Die kleinformatigen Studien entstehen nahezu täglich. Er streicht nämlich die Rakel, mit der er an seinen Gemälden arbeitet, am Papier ab. „Das ist so eine Art visuelles Tagebuch“, sagt er. […] „Aus den Abstrichen von verschiedenen Tagen entsteht dann manchmal so etwas Landschaftliches“, sagt Krauskopf. Tatsächlich denkt man an holländische Malerei des 17. Jahrhunderts und ist verblüfft über die Räumlichkeit der kleinen Formate. […]“

10.07.2018 | allgäu.tv Nachrichten | Bericht von Julia Stapel über die Ausstellung Peter Krauskopf – DRIFT | https://www.youtube.com/watch?v=HWBrh6jnzhY#t=23m20s


07.07.2018
| Allgäuer Zeitung | „Wie eine Vorschau auf die Zukunft – Konzert ‚Reflections‘ im Kunsthaus lässt Musik und Bilder verschmelzen“ | Artikel von Elisabeth Klein

„Die ganz besondere Akustik des Kunsthauses, auf die Hausherr und Leiter Jan T. Wilms in seiner Begrüßung hinwies, sorgte beim Konzert ‚Reflections‘ am Donnerstag Abend für erstaunliche Effekte. Die Musikerinnen Elesabeth Seitz (Hackbrett), Sabine Lutzenberger (Mezzosopran) und Johanna Seitz (Harfe) ließen sich dabei von der aktuellen Ausstellung ‚DRIFT‘ des Malers Peter Krauskopf inspirieren und schufen ein Klangerlebnis der besonderen Art. […]
Musikalisch auf höchstem Niveau spielend und singend verschmelzen zeitgenössische Melodiebildung, rhythmische Präzision und Klangtiefe zu einem organischen Hörererlebnis, das alle Sinne berührt. Die traditionelle japanische Gedichtform Haiku in einer Improvisation nach Linda Woods erläutert: „Ein Traum ist das Leben, der angenehm scheint. Doch kurz ist das Leben, ein jeder muss sterben.“ Mit der eigenen Bild-Improvisation des beeindruckend agierenden Trios verschmelzen schließlich die visuellen Eindrücke der Gemälde mit dem Hörerlebnis zu einer eigenen Dimension. Dabei scheint Sabine Lutzenbergers sphärische Stimme von überall her zu kommen. Man glaubt förmlich, das Driften, Glucksen, Sirren und Singen der Bilder selbst zu hören. So war das Erlebnis ‚Reflections‘ im Kunsthaus nicht einfach nur Konzert, sondern gleichzeitig Installation, bei der die Klänge durch die besondere Akustik als visuelle Echos zurückgeworfen wurden und einen Bühnenraum entstehen ließen, der wie eine Vorschau auf die Zukunft anmutete. […]“


06.06.2018
| Allgäuer Zeitung No.127 | „Farbe Pur“ | Artikel von Martin Frei

[…] Im Kunsthaus Kaufbeuren sorgt nun ein namhafter zeitgenössischer Vertreter dieser Richtung für Klarheit. Peter Krauskopf, Jahrgang 1966, hat die Wertachtstädter Ausstellungshalle passgenau mit aktuellen, großformatigen Werken bestückt – und dazu noch bisher kaum gezeigte „Studien“-Kleinodien zur Verfügung gestellt. An den kahlen Betonwänden kommt Krauskopfs ebenso archaisches wie kunstvolles Spiel mit dem nackten Medium Farbe so gut zur Geltung, dass sich der Betrachter nicht allzu schwer tut, dem Sinn und Reiz dieser essenziellen Form der Malerei auf die Spur zu kommen. […]

 

23.05.2018 | Allgäuer Zeitung No. 116 | »Max Ernst in bunten Farben« Artikel von Martin Frei

Allgäuer Literaturfestival Markus Orths stellt im Kunsthaus seinen Roman über das turbulente Leben und die vielen Frauen des Malers vor. Er tut dies sprachgewaltig, sympathisch und schelmisch. […] bei der Veranstaltung im Zuge des Allgäuer Literaturfestivals wurde schnell deutlich, wie er beim Schreiben und Lesen zu einem anderen werden kann. Zu einem, der Sprache intensiv und virtuos zu nutzen versteht, aber den Humor dabei nicht vergisst. Der Stoff, aus dem sein aktueller Roman „Max“ ist, bietet freilich auch eine ideale Grundlage für ein anregendes Buch und eine anregende Lesung – zumal wenn das Publikum von den starken, abstrakten Kompositionen des Künstlers Peter Krauskopf umgeben ist, die derzeit im Kunsthaus zu sehen sind. […]

 

 

CROSSING CULTURES
Der Farbholzschnitt in Europa und Japan 1900-1950

07.04.2018 | Allgäuer Zeitung No. 80 | „Gewichtiger Lückenfüller – Warum der stattliche Katalog zur aktuellen Schau CROSSING CULTURES weit mehr als ein Ausstellungsbegleiter ist“ | Artikel von Martin Frei

„Gut 220 Seiten stark, mit 190 Abbildungen versehen und nicht nur wegen seiner Papiermasse gewichtig: Der Katalog zur aktuellen Schau „Crossing cultures“ im Kunsthaus nimmt eine Sonderstellung in der über 20-jährigen Geschichte des Kaufbeurer Ausstellungshauses ein. Denn mit der ausführlichen Darstellung der Wechselwirkung zwischen japanischer und westlicher Farbholzschnitt-Kunst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts füllen die Ausstellung und die dazugehörige Publikation eine Forschungslücke. Entsprechend groß ist das Interesse. „Das war absolut ein Wagnis“, blickt Kunsthaus-Leiter Jan T. Wilms auf die Anfänge des Ausstellungsprojektes zurück. […] Vor allem aber sollte der Katalog mit geballter wissenschaftlicher Kompetenz die genannte Lücke in der Kunstgeschichte schließen. So bat Wilms Experten rund um den Globus um thematische Aufsätze und Künstlerbiografien. […]“

27.03.2018 | kunst:art No. 59 | „Crossing Cultures – Europäische und japanische Farbholzschnitte im Kunsthaus Kaufbeuren“ | Artikel von Christian Corvin | http://www.kunst-mag.de/2018/03/27/crossing-cultures-europaeische-und-japanische-farbholzschnitte-im-kunsthaus-kaufbeuren/

„[…] Eine spannende Wechselbeziehung über viele Jahrzehnte entwickelte sich. Für die kunstwissenschaftliche Forschung ist das nicht unbedingt neu, doch der bisherige Schwerpunkt der Untersuchungen bezog sich auf die Zeit der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, das Kunsthaus Kaufbeuren hingegen konzentriert sich auf die Zeit vom Ende des 19. Jahrhunderts bis zur Mitte des 20. Jahrhunderts. In dieser Zeit gab es eine Fülle von Werken aus Japan und aus Europa, deren gegenseitiger Einfluss unbestreitbar ist. […] Insgesamt sind in Kaufbeuren gut 150 Werke von mehr als 40 Künstlern zu sehen. Zudem gibt es eine begleitende Publikation mit vielen Abbildungen und Textbeiträgen zur Thematik der wechselseitigen Einflüsse. […]“

11.01.2018 | Süddeutsche Zeitung | Kultur | S. 42 | „Verbindender Querschnitt – Crossing Cultures“ – eine Ausstellung im Kunsthaus Kaufbeuren feiert den Farbholzschnitt aus aller Welt“ | Artikel von Sabine Reithmaier

„Unglaublich, wie viele Künstlerinnen zwischen 1890 und 1920 die Technik des Farbholzschnitts fasziniert hat. Lauter tolle, sehenswerte Blätter, signiert mit Namen, die vergessen sind. Das ist eine der Überraschungen, die die sehr sehenswerte Ausstellung „Crossing Cultures“ im Kunsthaus Kaufbeuren bereithält. […] Eigentlich zielt die Ausstellung aber in erster Linie nicht auf Künstlerinnen ab, sondern sie thematisiert den wechselseitigen künstlerischen Austausch zwischen Japan und Europa. […] Kunsthauschef Jan T. Wilms, der die Holzschnittschau seit Jahren und mit viel Herzblut geplant hat, geht es nicht um die gut erforschte Zeit zwischen 1850 und 1900, als die erste Welle der Begeisterung für japanische Ästhetik über Europa schwappte. Ihn interessieren die Jahre zwischen 1900 und 1950. An die 150 Werke von 40 Künstlern aus dieser Zeit hat er zusammengetragen und dazu noch einen fundierten Katalog auf die Beine gestellt. […]“

29.12.2017 | Kreisbote | „Crossing Cultures – kunsthaus kaufbeuren zeigt Farbholzschnitte aus Europa und Japan“ | Artikel von Ingrid Zasche | https://www.kreisbote.de/lokales/kaufbeuren/kunsthaus-kaufbeuren-zeigt-farbholzschnitte-europa-japan-9485624.html

„Ein Fest für Auge und Geist ist die neue Ausstellung „Crossing Cultures“ im „kunsthaus kaufbeuren“, die kürzlich eröffnet wurde. Rund 150 Werke von 34 europäischen und 16 japanischen Holzschnittkünstlern wurden von einer Reihe von Leihgebern zur Verfügung gestellt, unter anderem 50 Drucke vom Münchner Privatsammler Felix Häberle und 40 Exponate vom Historischen und Völkerkundemuseum St. Gallen. […] Ziel der aktuellen Ausstellung ist es, einen Querschnitt durch die reiche Farbholzschnitt-Produktion in höchst aufwendigen Drucktechniken zwischen 1900 und 1950 zu zeigen. „Crossing Cultures“ vereint Werke bekannter europäischer Künstler mit jenen von japanischen Vertretern der sogenannten „Shin-hanga“-Bewegung. Dabei ist in der einzigartigen Gegenüberstellung von ähnlichen Sujets oft nicht auf den ersten Blick festzustellen, ob das Werk von einem japanischen oder europäischen Künstler stammt. Zur Ausstellung erscheint ein über 200 Seiten starker Katalog mit 190 Werkabbildungen und mit Textbeiträgen von namhaften Museumsleitern und Kunstprofessoren. […]“

28.12.2017 | Augsburger Allgemeine / Allgäuer Zeitung | Feuilleton | „Als Japan dem Westen etwas voraus hatte“ | Artikel von Martin Frei | Mit freundlicher Genehmigung der Augsburger Allgemeine | http://www.augsburger-allgemeine.de/kultur/Als-Japan-dem-Westen-etwas-voraus-hatte-id43661796.html

„Im Fernen Osten entwickelte sich über lange Zeit hinweg eine Kunst des Holzschnitts, die so gar nichts „Holzschnittartiges“ an sich hatte. Was geschah, als Europa diese Technik entdeckte, zeigt das Kunsthaus Kaufbeuren. […] Im Land der aufgehenden Sonne hatte sich über Jahrhunderte eine hoch spezialisierte und arbeitsteilig organisierte Branche gebildet, die den Farbholzschnitt handwerklich und künstlerisch in höchste Höhen führte. […] Während sich jedoch Monet und viele seiner (Pariser) Kollegen vor allem stilistisch von der japanischen Kunst beeinflussen ließen, dauerte es noch rund ein halbes Jahrhundert, bis auch die Technik des Farbholzschnitts auf das Interesse der europäischen Künstler stieß. Genau dieser Phase der umfassenden Antizipation und des folgenden wechselseitigen Austauschs widmet sich die von Kunsthaus-Leiter Jan T. Wilms kuratierte Ausstellung. Er hat unter anderem zahlreiche Werke der europäischen Pioniere des japanisierenden Farbholzschnittes nach Kaufbeuren geholt. Werke etwa von Otto Eckmann, Peter Behrens und Emil Orlik, die alle in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts zumindest zeitweise in München tätig waren. […] Von Martha Cunz stammen einige der beeindruckendsten Werke der Schau, etwa der „Blick auf den Säntis“ (1904), der verblüffend auf Wassily Kandinskys „Eisenbahn bei Murnau“ (1909/10) im Münchner Lenbachhaus vorausweist. Spätestens hier ist der Besucher auch bei den vielleicht nicht dezidiertesten, aber in jedem Fall prominentesten Holzschneidern nach japanischem Vorbild angelangt: den Mitgliedern des Blauen Reiters. Franz Marc, Gabriele Münter, Heinrich Campendonk und Kandinsky sind stattlich vertreten. […].“

22.12.2017 | Hörfunkbeitrag auf Bayern 2 in der Sendung „KulturWelt“ sowie auf BR 5 aktuell | Mit freundlicher Genehmigung des Bayerischen Rundfunks

20.12.2017 | Süddeutsche Zeitung | „Ganz im Om und Jetzt“ – Kolumne „Vorschlag-Hammer“ von Evelyn Vogel | Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutschen Zeitung | http://www.sueddeutsche.de/kultur/vorschlag-hammer-ganz-im-om-und-jetzt-1.3799725

„[…] Und eine kleine Reise nach Kaufbeuren habe ich mir vorgenommen. Das Kunsthaus zeigt Farbholzschnitte aus Europa und Japan aus der Zeit zwischen 1900 und 1950. Die Ausstellung Crossing Cultures hat gerade eröffnet und ist bis 22. April zu sehen. Japan ist zwar nicht Sri Lanka, aber wenigstens bin ich dann gedanklich schon in Asien. […]“

KARL KUNZ
Einzelgänger der Moderne

24.11.2017 | Süddeutsche Zeitung | Kultur | Kolumne „Zeit der Bilder“ von Sabine Reithmaier | http://www.sueddeutsche.de/kultur/vorschlag-hammer-zeit-der-bilder-1.3762527

„Falls Sie übrigens auch noch nie im Kunsthaus Kaufbeuren waren, wäre jetzt eine gute Gelegenheit, um das Haus und den Maler Karl Kunz (1905 bis 1971) kennenzulernen. In der Nazizeit als entartet gebrandmarkt, wurde der künstlerische Individualist, der in seinen Werken Gegenständliches und Abstraktes gleichrangig behandelte, auch in der Folgezeit gern übersehen. Zu Unrecht, wie diese Ausstellung zeigt (Karl Kunz. Einzelgänger der Moderne, bis 3.12., Kunsthaus in Kaufbeuren).“

13.09.2017 | Augsburger Allgemeine | Artikel „Maler im Jahrhundert der Extreme“ von Hans Krebs

„[…] Die Kaufbeurer Ausstellung vermittelt […], dass seine Kunst vielmehr in mancherlei Hinsicht so singulär ist, dass man durchaus von „Kunzt“ sprechen könnte. „Einzelgänger der Moderne“ nennt ihn der Ausstellungstitel. Das betrifft vor allem den Kunz der Nachkriegszeit, als er sich dem geradezu ideologischen und doktrinären Drang der westlichen Kunst zur reinen Abstraktion widersetzte und auf Gegenstand und Figur beharrte, wenn auch oft in abstrahierender, schimärenhafter Form. […], die Durststrecke zur überfälligen Reputation des Malers scheint überwunden – durch Ausstellungen wie die im Wuppertaler Von-der-Heydt-Museum 2014 und auch durch die jetzige im Kunsthaus Kaufbeuren.“

09.09.2017 | Allgäuer Zeitung | Allgäu Kultur | Artikel „Kunsthaus Kaufbeuren rückt Karl Kunz` Werk ins rechte Licht“

„Er war ein oft geschmähter Einzelgänger in der von der Abstraktion dominierten Nachkriegsmoderne in Deutschland: der 1905 in Augsburg geborene Maler Karl Kunz. […] Die Werke beeindrucken durch ihre pralle Lebens- und Fleischeslust (etwa das abgebildete Werk „Der Altar“ von 1963), aber auch durch melancholische und ängstliche Akzente. Deutlich wird auch, wie Karl Kunz, dessen Kunst während des Nazi-Regimes als „entartet“ galt, die Errungenschaften der Moderne pflegte, erweiterte und bis in die Gegenwart trug. […]“

07.-13.09.2017 | Süddeutsche Zeitung SZ Extra | Artikel „Vergessener Einzelgänger“ von Jürgen Moises

„Als Maler habe ich denn ein Bild zu geben, so, wie die Welt sich mir zeigt, wie sie mich heimsucht, fasziniert und beglückt“. Mit diesen Worten versuchte Karl Kunz in einem Brief aus dem Jahr 1969 einer seiner Schülerinnen zu erklären, warum in seinem Werk „sehr viel Bewegung, Unruhe, Aggression, Tumult und Euphorie herrscht“. Und der 1905 in Augsburg geborene Künstler lieferte damit gleichzeitig einen Ansatzpunkt dafür, warum er zeitlebens im Kontrast zur abstrakten Nachkriegskunst an der gegenständlichen Darstellungsweise festhielt. Weil es eben seine Art und Weise war, auf die ihn umgebende Lebenswelt zu reagieren. […]“

05.09.2017 | Allgäuer Zeitung | Artikel „Ein Einzelgänger der Moderne“

„Karl Kunz (1905 bis 1971) kann mit Recht als Ausnahmeerscheinung unter den Künstlern gelten, die nach dem Zweiten Weltkrieg entscheidenden Einfluss auf die Entwicklung der bildenden Kunst in Deutschland hatten. […] Wie viele andere seiner Künstlergenossen, die sich den grundlegenden Neuerungen der Avantgarden zu Beginn des 20. Jahrhunderts verbunden fühlten, galt auch Karl Kunz während der NS-Herrschaft als „entarteter“ Künstler und war mit Malverbot belegt. […] Das Kunsthaus präsentiert in einer umfangreichen Werkschau Gemälde und Zeichnungen dieses Einzelgängers der Moderne. […]“

BLICK FANG
Jahresausstellung 2017

27.07.2017 | Klassik Radio | Sendung am 27.07.2017

http://www.klassikradio.de/beste-adressen/kunst-als-kurzurlaub

27.07.2017 | TV-Beitrag | Allgäu TV Nachrichten | Mit freundlicher Genehmigung von Allgäu TV

22.06.2017 | Artikel „Am Canal Grande und am Spitalhof“ von Martin Frei | Kultur am Ort

„Die Kunstwelt ist gerade wieder viel auf Achse. Mit der Documenta in Kassel und der Biennale in Venedig locken derzeit gleich zwei internationale Top-Schauen Macher, Betrachter und Käufer zeitgenössischer Kunst. In der Lagunenstadt ist auch ein gebürtiger Kaufbeurer mit einem schon allein wegen seiner Ausmaße beeindruckenden Werk vertreten. Peter Riss zeigt im Palazzo Mora sein 4,70 Meter hohes Objekt „The Carousel“. (…) Wer nicht bis in die Lagunenstadt reisen will, um Kunst von Peter Riss zu sehen, der kann dies auch – allerdings ausschließlich auf dem Landweg – im Kunsthaus Kaufbeuren tun. Dort ist der Künstler bei der derzeit laufenden Jahresausstellung „Blick Fang“ mit mehreren, ebenfalls beeindruckend hintergründigen Arbeiten vertreten.“

01.06.2017 | Heimat Allgäu, Ausgabe Nr. 2 | S. 94/95 | Artikel „Ausstellung in Kaufbeuren – Kunst zum Greifen und Begreifen“  94_95_Kunsthaus Kaufbeuren_korr

„(…) Die Kaufbeurer Bürgerinnen und Bürger sind äußerst kulturfreudig, was sich in vielen Fördervereinen zugunsten der Kunst, der Kultur und der Stadtgeschichte niederschlägt. Das Kunsthaus Kaufbeuren wurde vor 20 Jahren unter Regie von Boris von Brauchitsch eröffnet, der es anschließend zwei Jahre führte. (…) Im Rahmen der Lesungen im Kunsthaus, das auch am „Allgäuer Literatur Festival“ beteiligt ist, kehrt Boris von Brauchitsch, (…), an den Ort seines Schaffens zurück. Anlass dafür ist sein erst kürzlich erschienenes Buch mit dem Titel „9“, aus dem er am 23. Mai lesen wird. (…)“

27.05.2017 | Kreisbote Kaufbeuren | Artikel „Wohlfeile Werke“ von Ingrid Zasche

„Das 2016 zum 20. Jubiläum des Kaufbeurer Kunsthauses erstmals präsentierte Ausstellungsformat „Blick Fang“ war gleich ein durchschlagender Erfolg: Von 118 Werken wurden 21 verkauft und neben privaten Kunstliebhabern erwarb auch die Ankaufskommission des Freistaates Bayern Werke mehrerer Künstler. (…) Alle gezeigten über hundert Werke aus Malerei, Bildhauerei, Zeichnung, Druckgrafik und Fotografie (…) von 30 Künstlerinnen und Künstlern können zu Preisen zwischen knapp 200 bis etwa 9.000 Euro käuflich erworben werden. Die meisten Preise bewegen sich um 500 Euro – da Kunst „auch für den normalverdienenden Bürger erschwinglich“ sein soll.“

20.05.2017 | Allgäuer Zeitung | Allgäu-Kultur | Artikel „Blickfang und Zielscheibe“ von Martin Frei

„Das neue Ausstellungsformat „Blick-Fang“ des Kunsthauses Kaufbeuren erfreut sich auch in seiner zweiten Auflage großer Resonanz bei Künstlern in der Region und weit darüber hinaus. Allerdings gibt es auch kritische Stimmen zu der Schau, die eine (Verkaufs-)Plattform vor allem für junge, aufstrebende Kunstschaffende sein will, aber ebenso zur Finanzierung der Kaufbeurer Ausstellungshalle beitragen soll. (…) Es gibt Spektakuläres wie eine Riesenblüte aus pflanzlichen Materialien von Alexandra Hendrikoff (München) und Stilles wie die Radierungen von Frank Willi Günter Sievers (Berlin). Man findet regionales, ja Lokales wie die beeindruckenden Bilder des Kaufbeurer Fotografen Dieter Schmidt oder die vielschichtigen fotografischen Objekte von Gerhard Ribka (Irsee). (…) Trotz der Fülle der Werke, ein von Wilms klug komponiertes Panoptikum zeitgenössischer Kunst, und kein Sammelsurium. (…).“

Boris von Brauchitsch – Lesung und Werkpräsentation

07.06.2017 | Kreisbote | „Nicht vergessen – aber vergeben: Boris von Brauchitsch stellt im Kunsthaus sein neues Buch „9“ vor“ | Artikel von Ingrid Zasche

„(…) Kunsthaus-Direktor Jan T. Wilms begrüßte die Gäste der Lesung im randvollen Kunsthausfoyer mit der Bemerkung, der Gründungsdirektor habe „für produktive Unruhe“ gesorgt. OB Stefan Bosse (…) fragte sich in Bezug auf das Buch „9“, wie ein Neuner-Tableau von Kaufbeuren aussehen würde. (…) Von Brauchitsch hat eine Art Reisetagebuch quer durch die Kontinente geschrieben, präzise beobachtete und amüsant – nicht selten auch ein wenig boshaft – formulierte Impressionen, und es mit eigenen Schwarz-Weiß-Fotos illustriert. Dabei hat er sich für jeden besuchten Ort nach dem Motto „Weniger ist mehr“ auf eine Seite Text und genau neun quadratische Bilder beschränkt, auf denen er moderne und traditionelle Elemente (…) kombiniert und mit ihrer Anordnung eindrucksvolle Effekte erzielt.“

27.05.2017 | Allgäuer Zeitung | „Ein Buch in Schwarz-weiß und eines in Gold“ | Artikel von Martin Frei

„“9″ heißt das Buch, das Boris von Brauchitsch im Kaufbeurer Kunsthaus vorstellte. (…) – das Ergebnis eines seit 25 Jahren laufenden Kunstprojekts: Wenn von Brauchitsch an einen ihm noch unbekannten Ort reist, macht er von dem, was ihm besonders auffällt, genau neun Fotos. Die daraus entstandenen Tableaus in oft radikal grobem Schwarz-weiß hat er mit literarischen Gedanken versehen und veröffentlicht. Im Kunsthaus wurden die Bilder an die Wand projiziert, während der Autor vorlas – von eher unspektakulären Grabstein-Vermerken auf dem Gottesacker Père Lachaise in Paris, von Wasserspeichertonnen auf New Yorker Wohnblockdächern, vom Kabelgewirr über thailändischen Städten, scheinbar vermauerten Haustüren in Apulien und internationalen Abfallbehältern in der Touristen-Hochburg Playa des Inglés auf Gran Canaria. Ein ebenso tiefsinniges Reisebuch und ein gelungener Kontrapunkt zur (Urlaubs-)Bilderflut unserer Tage. (…)“

20.05.2017 | Allgäuer Zeitung | „Wiederkehr und Wiedereröffnung“ im Rahmen des Allgäuer Literaturfestivals | Artikel von Martin Frei

„Das zweite Allgäuer Literaturfestival ist am gestrigen Freitag (…) gestartet und macht bis Anfang Juni auch in Kaufbeuren und im Ostallgäu mehrmals Station. (…) Ein alter Bekannter kehrt (…) ins Kunsthaus zurück. Gründungsdirektor Boris von Brauchitsch liest (…) aus seinem Buch „9“ vor. In seinen Bildern und den dazugehörigen Geschichten führt von Brauchitsch quer durch die Kontinente von Amerika über Asien nach Afrika und zurück nach Europa. (…) In der Banalität der einzelnen Objekte liegt durch künstlerische Auswahl, Zusammenstellung, Reihung und Perspektivwechsel der Reiz und das Entdecken der Neuheit und der Überraschung.“

PERFECT WORLD
Christian Hellmich | Sven Kroner | Pere Llobera

30.03.2017 | Artikel „Vetraulichkeiten aus dem Atelier“ von Richard Mayr | Augsburger Allgemeine Zeitung | Feuilleton | Seite 28 | http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Vertraulichkeiten-aus-dem-Atelier-id41041491.html

„(…) Vor ein paar Jahren sagte Kroner einmal über sich: „Ich hatte nur zwei Möglichkeiten, entweder Förster oder Künstler.“ (…) Als ein moderner Landschafts- und Naturmaler wird er immer bezeichnet. Wer sich seinen Leinwänden aber nähert, dem lösen sich die Figuren und Dinge unter dem Sehen in reine, bedeutungslose Farbflächen auf. Aus der Nähe betrachtet sind Kroners Arbeiten abstrakte Bilder, reine Malerei. (…)“

22.02.2017 | Süddeutsche Zeitung SZ.de | Artikel „Trügerisch wirklich“ von Sabine Reithmaier | Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutschen Zeitung | http://www.sueddeutsche.de/kultur/bayernpartie-truegerisch-wirklich-1.3388605

„Eine Ausstellung im Kunsthaus Kaufbeuren kreist um die Geheimnisse der Wahrnehmung
Ein Schneemann kauert in der Zimmerecke und schmilzt vor sich hin. Kein Wunder, in das Atelier fluten durch ein wandgroßes Fenster Sonnenstrahlen. Doch halt: Das ist ja gar kein Fenster, sondern nur eine Tapete mit sonniger Winterlandschaft, die sich an den Rändern bereits wellt und einreißt. Warum bloß werfen Schneemann und Fenstersprossen dann Schatten im Raum? So ähnlich ergeht es dem Betrachter fast vor jedem der großformatigen Gemälde Sven Kroners. Erst wirkt es ganz leicht verständlich, doch plötzlich steht man vor einer Welt, in der andere Gesetzmäßigkeiten herrschen. Sven Kroner ist einer der drei Künstler, die das Kunsthaus Kaufbeuren unter dem ironischen Titel „Perfect World“ zu einer gelungenen Ausstellung vereint. Kroner, Christian Hellmich und Pere Llobera malen völlig unterschiedlich. Ihre Gemeinsamkeit: Sie hinterfragen unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit. (…)“

27.12.2016 | Allgäuer Zeitung | Allgäu-Kultur | Artikel „Verstörende Wirklichkeiten“ | Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung | http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeukultur/Sven-Kroner-Christian-Hellmich-und-Pere-Llobera-zeigen-im-Kunsthaus-Kaufbeuren-surreale-Bilderwelten;art2746,2394091

„Ein schöneres Mondlicht hätte Caspar David Friedrich nicht malen können. Sanft und doch strahlend legt es sich über eine sattgrüne Landschaft mit Wiesen, Wald und vereinzelten Zeugnissen der menschlichen Zivilisation. Doch im Vordergrund dominieren zwei fast identische, architektonisch wenig ansprechende (Reihen-)Häuser, deren Rollläden heruntergelassen sind. Das anfangs wohlige Gefühl der altmeisterlichen Idylle weicht schnell der Ernüchterung, ja der Beklemmung. So wie beim Anblick des Gemäldes „Bei Geltendorf“ (2011) von Sven Kroner geht es dem Besucher der neuen Ausstellung im Kunsthaus Kaufbeuren immer wieder. Die Schau mit dem Titel „Perfect World“ bringt Bilder dreier zeitgenössischer Maler zusammen, die durch ihre sehr individuellen Bilderwelten interessante Blicke auf unsere ganz und gar nicht perfekte Welt gewähren.“

03.11.2016 | Artes Visuales | Artikel „Pere Llobera viaja a Alemania con `Perfect World´“ | http://www.xtrart.es/2016/11/03/pere-llobera-viaja-a-alemania-con-perfect-world/

„La obra de Pere Llobera (Barcelona, 1970) es virtuosa a la vez que ambigua. Aparentemente, sin esfuerzo, se entretejen asociaciones personales y recuerdos con los sentimientos universales. (…) Sin embargo Llobera sorprende una y otra vez, pues escapa de una definición definitiva, elaborando sus obras a través de diferentes fuentes de inspiración. De sus cuadros se desprenden, sobre todo, melancolía y desencanto, sensación de fracaso e imperfección, amputaciones imposibles de salvar que activan una búsqueda siempre inconclusa.“

HIGH & SLOW – Hana Usui | Thilo Westermann

November 2016 | Fernsehbeitrag „High & Slow“ | Allgäu-TV | Mit freundlicher Genehmigung von Allgäu-TV | https://www.youtube.com/watch?v=WgoE0t-JfkQ&feature=youtu.be&t=1460

21.10.2016 | Artikel „Verkehrte Welt – Thilo Westermann erläutert seine Werke im Kunsthaus“ | Allgäuer Zeitung | Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung

„Bewunderung ist den Werken von Thilo Westermann, die derzeit im Kunsthaus Kaufbeuren zu sehen sind, sicher. Denn seine Blumenstillleben und anderen floralen Motive offenbaren schon auf den ersten Blick ein hohes handwerkliches und gestalterisches Können des Schöpfers. Dass hinter den Hinterglaswerken aber noch viel mehr steckt, erläuterte der Berliner Künstler bei einer Führung durch die Ausstellung (…), die er zusammen mit Kunsthaus-Direktor Jan T. Wilms in Dialogform gestaltete. (…) Kurator Wilms kommentierte die Erläuterungen des Künstlers ausführlich, ging aber vor allem auf die Werke der zweiten in „High & Slow“ vertretenen Künsterin ein: Hana Usui, die aus Japan stammt und die dortige Kunst des Schönschreibens mit den Mitteln der westlich geprägten Druckgrafik verbindet.

05.10.2016 | Artikel „Künste der Verfeinerung“ | Süddeutsche Zeitung | http://www.sueddeutsche.de/kultur/ausstellung-kuenste-der-verfeinerung-1.3192064 | Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutschen Zeitung

„High & Slow im Kunsthaus Kaufbeuren stellt die Werke der japanischen Künstlerin Hana Usui und des Oberpfälzers Thilo Westermann einander gegenüber.
Still, unaufdringlich und ungeheuer ästhetisch – das ist der erste Eindruck, den die Ausstellung „High & Slow“ hinterlässt. (…) Kurator Jan T. Wilms ist es scheinbar spielerisch gelungen, zwei ganz unterschiedliche künstlerische Positionen in einen selbstverständlich anmutenden Dialog zu bringen. Gemeinsamkeiten zwischen der Japanerin und dem Oberpfälzer gibt es durchaus: Beide verzichten auf Farbe, beide haben ihre jeweilige Technik unendlich verfeinert, der schöpferische Prozess erfordert bei beiden viel Zeit. Letztere sollte auch der Betrachter mitbringen, um die verschiedenen Bedeutungsebenen zu entschlüsseln. Westermann widmet sich Blumenstillleben, malt ganz in der Tradition dieses Genres Rosen, Lilien, Orchideen und Päonien auf Hinterglas. Die hyperrealistischen Blüten arrangiert er in glitzernden Vasen, die in einem dunklen, undefinierbaren Raum schweben, sich darin spiegeln, gerade so als würden sie auf einer polierten Oberfläche stehen. (…) Geblieben ist ihr [Hana Usui, Anm. d. Red.] vom jahrelangen Kalligrafie-Training wohl aich der innere Rhythmus, mit dem sie klar, konzentriert und meditativ ihre Bilder zeichnet. Inspirieren lässt sie sich von der Natur, (…), Waschstums- und Verfallsprozessen. Ihre Arbeiten erschöpfen sich aber keinesfalls im Lyrischen. (…)

Oktober 2016 | Online-Artikel „High & Slow – Hana Usui | Thilo Westermann“ | art – Das Kunstmagazin | http://www.art-magazin.de/ausstellungen/kaufbeuren/16996-evnt-high-slow-hana-usui-thilo-westermann | Mit freundlicher Genehmigung des art-Magazins

(…) Das Anliegen der beiden Künstler ist es, dem schnellen, konsumorientierten Kunstmarkt Bilder und Bildserien entgegenzusetzen, die in höchster Konzentration entstehen und in einem langwierigen Schaffensprozess erst allmählich heranwachsen. (…) Bei der Künstlerin Hana Usui [Anm. d. Red.] hat jeder Strich seine Energie, seinen Eigenwert, seine Ausdruckskraft, seine Vitalität. (…) Ihre so gegenstandslosen wie assoziationsintensiven Werke verströmen emotionale Wärme und vegetabile Lebendigkeit. Ihre Striche entstehen aus Kraft und Konzentration, nicht aus Kalkül, sie erwachsen aus Meditation, nicht aus Rationalität, aus Langsamkeit, nicht aus Stetigkeit der Arbeit. (…) Ihr Interesse gilt Bewegungsabläufen von unterschiedlicher Zeitlichkeit, Prozessen des Gleitens, Sinkens, Fallens, Rollens, des Wachstums und Verfalls sowie rhythmischen Progressionen, weil sie in solchen Bewegungsabläufen strukturelle Analogien zu bildnerischen Formprozessen erkennt. (…) Thilo Westermann begegnet dem kulturkritischen Topos der Beschleunigung des Lebens auf ganz eigene Weise und schafft Werke, die einen fast anachronistischen Sonderweg erkennen lassen. Seine aufwendigen und in einem langwierigen Arbeitsprozess entstandenen Blumenarrangements wirken merkwürdig entrückt, doch gleichzeitig als autonome, in der Gegenwart verhaftete Kunstwerke von irritierender Makellosigkeit, deren Bedeutung und Machart sich erst langsam und bei genauer Betrachtung enthüllen. (…) Die der Dingwelt – insbesondere der Natur – innewohnende Idee der Schönheit ist für ihn eine unverzichtbare Quelle. Untrennbar damit verbunden ist das künstlerische Streben, ein möglichst perfekt illusionistisches Bild zu erschaffen. (…) Ein weiteres zentrales Anliegen der dialogischen Gegenüberstellung der beiden Positionen ist das „Cross-over“ zwischen der abendländisch-westlichen Bildsprache und der spezifisch japanischen bzw. asiatischen Kunsttradition (…). Die Ausstellung spannt damit den Bogen zwischen Europa und Asien und soll zum weiteren Austausch und künstlerischen Dialog anregen. (Quelle: Pressetext, Verfasser: Jan T. Wilms)

16.09.2016 | Artikel „Eine leise Revolution“ | Allgäuer Zeitung | Allgäu-Kultur | Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung | KHKF_Presse_AllgäuKultur_160916_HQ

(…) Es sind relativ wenige, stille Werke, die derzeit im Kunsthaus Kaufbeuren zu sehen sind. In ihrem Schwarz-Weiß und ihren Grautönen heben sie sich bisweilen kaum von den Sichtbetonwänden der Ausstellungshalle ab. Die Motive sind – zumindest auf den ersten Blick – unspektakulär und schon gar nicht provokant. Und doch findet dort noch bis Mitte Dezember eine Rebellion statt. Eine leise zwar, aber eine nachhaltige. Denn die grafischen Arbeiten von Hana Usui und die Hinterglasbilder von Thilo Westermann haben so gar nichts mit dem lauten, schnellen, bisweilen schrillen Kunstbetrieb unserer Tage gemein. Sie glänzen durch tiefsinnige Konzeption, hohe handwerkliche Qualität und einen aufwendigen Entstehungsprozess.

Nr.202, 1.-7.09.2016 | Artikel „Lyrische Bildräume. Ausstellung High & Slow im Kunsthaus Kaufbeuren“ | SZ Extra | Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutschen Zeitung

(…) Realistische oder gar naturalistische Elemente finden sich in den Öl- und Tusche-Zeichnungen der in Wien lebenden japanischen Künstlerin [Hana Usui, Anm. d. Red.] aber nur zum Teil. Etwa in der Zeichnung „Jahreszeiten“, deren Motiv an einen Grashalm erinnert. Oder in einer anderen, titellosen Zeichnung, wo sich die Striche zu einer Art Wollknäuel verdichten. (…) Einige Beispiele dafür sind von Mittwoch, 7. September an in der Ausstellung High & Slow im Kunsthaus Kaufbeuren zu sehen, zusammen mit Arbeiten des (…) Künstlers Thilo Westermann. Der setzt seine schwarzweißen Blumenstillleben nicht aus vitalen Bewegungslinien zusammen, sondern Punkt für Punkt. Und er macht das, inspiriert von klassischer Hinterglasmalerei, auf einer Plexiglasscheibe. (…)

07.09.2016 | Radiobeitrag „Kalligraphische Kunst in Kaufbeuren“ | Bayern 2 | kulturWelt | http://www.br.de/radio/bayern2/kultur/kulturwelt/high-and-slow-ausstellung-im-kunsthaus-kaufbeuren-100.html | Mit freundlicher Genehmigung von br radio

(…) Entschleunigung in unserer hektischen Zeit. Das verbindet Thilo Westermann, der sich der Hinterglasmalerei von Blumen verschreiben hat, und Hana Usui aus Tokio. Die Künstlerin zeichnet aus einem Zustand der Versenkung heraus. (…)

31.08.2016 | Artikel „Zur Entschleunigung. Das Kunsthaus präsentiert Werke von Hana Usui und Thilo Westermann“ | Kultur am Ort | Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung

Eine neue Ausstellung mit dem Titel High & Slow eröffnet am 6. September im Kunsthaus. Sie stellt das Schaffen der in Wien lebenden japanischen Künstlerin Hana Usui (…) und des Berliner Künstlers Thilo Westermann (…) einander dialogisch gegenüber. (…) Bei Hana Usui beruht jeder Strich auf verstreichender Zeit. Jeder hat seine Energie und ist ein Strich um seiner selbst willen, hat seinen Eigenwert, seine Ausdruckskraft, seine Vitalität. (…) Ihr Interesse gilt Bewegungsabläufen von unterschiedlicher Zeitlichkeit, Prozessen des Gleitens, Sinkens, Fallens, Rollens, des Wachstums und Verfalls sowie rhythmischen Progressionen. Thilo Westermanns in einem langwierigen Arbeitsprozess entstandene Blumenarrangements wirken merkwürdig entrückt, doch gleichzeitig als autonome, in der Gegenwart verhaftete Kunstwerke von irritierender Makellosigkeit, deren Bedeutung und Machart sich erst langsam und bei genauer Betrachtung enthüllen. (…)

BLICK FANG | Jahresausstellung zum 20-jährigen Jubiläum

20.07.2016 | Artikel „Perle in der Provinz: Kunsthaus Kaufbeuren“ | Augsburger Allgemeine | http://www.augsburger-allgemeine.de/kultur/Perle-in-der-Provinz-Kunsthaus-Kaufbeuren-id38481587.html | Mit freundlicher Genehmigung der Augsburger Allgemeinen Zeitung

Keine zehn Jahre. Selbst wohlwollende Experten räumten dem Kunsthaus Kaufbeuren bei seiner Eröffnung 1996 keine allzu große Lebenserwartung ein.(…) Und der neue Direktor Jan T. Wilms ist trotz aller Widrigkeiten zuversichtlich, dass sein Haus auch künftig auf einem immer umkämpfteren Kulturmarkt mitspielen kann. (…) Neu unter Wilms’ Ägide ist die Öffnung das Hauses für regionale Künstler, wie bei der aktuellen Ausstellung „Blick Fang“. Übrigens auch die erste Verkaufsausstellung in der Geschichte des Kunsthauses – die Verkaufserlöse fließen zur Hälfte in den Etat der Einrichtung. Die ebenfalls forcierte Zusammenarbeit mit anderen Museen und Kulturakteuren in Kaufbeuren soll zudem die „Schwellenangst“ vieler Einheimischer vor dem Kunsthaus und zeitgenössischer Kunst an sich abbauen. (…)

08.07.2016 | Artikel „20-jähriges Jubiläum: Wie sich das Kunsthaus Kaufbeuren trotz kleinem Budget behaupten kann“ | all-in.de das allgäu online | http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeukultur/20-jaehriges-Jubilaeum-Wie-sich-das-Kunsthaus-Kaufbeuren-trotz-kleinem-Budget-behaupten-kann;art2746,2319276

Hans Dobler, kunstinniger Spross einer einflussreichen Kaufbeurer Unternehmer-Familie, spendierte damals gegen viele Widerstände das Ausstellungsgebäude aus Sichtbeton für wechselnde Schauen, vornehmlich zur Gegenwartskunst. Eine solche Initiative in einem 40.000-Einwohner-Städtchen abseits der Metropolen sorgte Mitte der 1990er Jahre für große Furore. Das Medien-Echo rund um die Eröffnung war groß und bundesweit. (…)

02.07.2016 | Artikel „Zu verkaufen“ | Allgäuer Zeitung vom 2 Juli 2016 | Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung

(…) Kunst und Geld, das ist nicht erst seit den Eskapaden auf dem einschlägigen internationalen Markt ein schwieriges Verhältnis. Andererseits können die beiden ohne einander nur schwer. Vor allem, wenn es um eine von einer privaten Stiftung getragene Einrichtung wie das Kaufbeurer Kunsthaus geht, deren Budget dem Vernehmen nach stets auf Kante genäht ist. (…)

13.06.2016 | Artikel „Allen Unkenrufen zum Trotz“ | Allgäuer Zeitung vom 13 Juni 2016 | Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung

20 Jahre ist es dieser Tage her, dass (…) die Ausstellungshalle in der Altstadt ihren Betrieb aufnahm. Grund genug, bei der Eröffnung der aktuellen Ausstellung „Blick Fang“ zu feiern und auf die Höhen und Tiefen in zwei Jahrzehnten Kunsthaus-Geschichte zurückzublicken. (…)

Luther reicht nicht! Künstlerische Impulse zur ständigen Reform

17.05.2016 | Artikel „Luther reicht nicht!“ | Johannes Rauchenberger | Kulturzentrum bei den Minoriten | http://www.kultum.at/?d=luther-reicht-nicht

(…) Ursprünglich war es als „Wanderausstellung“ konzipiert – nach einer ersten Station im Kreuzgang des katholischen Würzburger Doms. Ökumenisch aufgesetzt war das Projekt „Luther reicht nicht!“ also von Anfang an. Doch Jan T. Wilms, der junge, engagierte Direktor der Kunsthalle Kaufbeuren, keineswegs im Dunstkreis von Kunst-und-Kirche-Ausstellungen beheimatet, war irgendwie unglücklich damit und machte daraus seine ganz eigene Schau mit viel kuratorischem Gespür: Erkenntnisleitendes Interesse waren die „künstlerischen Impulse zur ständigen Reform“.(…)

20./21.03.2016 | Artikel „Sag mir wie du heißt“ u.a. zur Ausstellung „Luther reicht nicht!“ | Süddeutsche Zeitung | http://www.sueddeutsche.de/kultur/vorschlag-hammer-sag-mir-wie-du-heisst-1.2913422

„(…) Dort geht es nicht um die Thesen des Theologen, sondern um die Frage wie sich der Luthersche Geist der Reform und des Hinterfragens in der aktuellen Kunst weiterdenken lässt. Antwort geben in Kaufbeuren 80 Werke aus Malerei, Plastik, Fotografie und Videokunst, größtenteils von etablierten Vertretern der Gegenwartskunst. (…)“

März 2016 | TV-Beitrag zur Ausstellung „Luther reicht nicht!“ | a.tv

 

Kunst und Stigma | Grenzgänger zwischen Zwang und Freiheit

12.01.2016 | Artikel „Rohe Kunst“ | Süddeutsche Zeitung | http://www.sueddeutsche.de/kultur/kaufbeuren-rohe-kunst-1.2813364?reduced=true

„In einer großartigen Ausstellung zeigt das Kunsthaus Kaufbeuren mehr als 80 zumeist unbekannte Werke, die von Außenseitern, Grenzgängern und Autodidakten in psychisch schwierigen Situationen angefertigt wurden. (…) Jan T. Wilms, der Leiter des Kunsthauses Kaufbeuren, hat Laurie Berner in seiner Art-Brut-Ausstellung nun breiten Raum eingeräumt. Zu Recht, denn die 30 Gemälde, Zeichnungen und Collagen, in denen die bislang kaum bekannte Künstlerin ihre Lebens- und Leidensgeschichte aufgearbeitet hat, zeugen von ungeheuer viel Geist und Witz, verblüffen durch ihre Vielschichtigkeit und ihre eigenständige künstlerische Handschrift. Die Psychiatrieerfahrung und zum Teil auch den Aufenthalt im BKH hat sie mit den anderen Künstlern gemeinsam, deren Werke in der sehr sehenswerten Ausstellung gezeigt werden.Wilms hat sie zweiteilig aufgebaut. Den Schwerpunkt legt er auf die Kunst, die in den vergangenen 30 Jahren aus dem Kunsttherapie-Programm des BKH heraus entstand. Neben Berner und der ebenfalls eher unbekannten Simone Stingele sind auch Dietrich Orth oder Wolfgang Hueber zu sehen, deren grandiose Werke den Einzug in den Kunstbetrieb längst geschafft haben. Diesen Schwerpunkt ergänzen 40 Exponate aus der Sammlung Prinzhorn, die Einblick in die Innenwelten von Künstlern gewähren, die schon vor dem Zweiten Weltkrieg lebten, also zu einer Zeit, in der es noch keine Kunsttherapie gab. (…)“

05.11.2015 | Artikel „Ehrgeiz als Motor“ | Süddeutsche Zeitung | http://www.sueddeutsche.de/kultur/ausstellung-ehrgeiz-als-motor-1.2722036?reduced=true

„(…) „Ein kleines Haus bietet eben den Vorteil, flexibel reagieren zu können“, sagt Wilms. In die Eigenheiten seiner neuen, von einer Stiftung getragenen Wirkungsstätte hat er sich schon gut eingefunden. Natürlich gelten hier andere Regeln als in der Pinakothek der Moderne, in der Wilms dreieinhalb Jahre als Gastkurator arbeitete, bevor er für ein weiteres Jahr den Posten als stv. Pressesprecher der Staatsgemäldesammlungen übernahm und anschließend ab Anfang Mai nach Kaufbeuren ging. (…) Feststeht, dass es künftig Konstanten im Ausstellungsjahr geben wird, die sich jährlich wiederholen. Die „Jahresgabe“ etwa, ein Format, das nach einer Ausschreibung regionale und überregionale Künstler gemeinsam präsentiert. (…) Die Auswahl trifft eine hochkarätige Jury. Carsten Löckemann, Kurator der Sammlung Goetz, wird unter anderem dabei sein, aber auch Verena Hein von der Villa Stuck, oder Andreas Beitin, Noch-Leiter des ZKM-Museums für Neue Kunst in Karlsruhe, der von 2016 an das Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen managt.“

Des Künstlers Garten | Gabriella Gerosa

13.10.2016 | Artikel „das Licht als Maler“ zur Ausstellung „Des Künstlers Garten“ | Süddeutsche Zeitung | http://www.sueddeutsche.de/kultur/ausstellung-in-kaufbeuren-das-licht-als-maler-1.2687982

„Gabriella Gerosa überlässt nichts dem Zufall. Die Videokünstlerin recherchierte für ihre „Impressionistischen Landvermessungen“ jahrelang, um die besten Aufnahme-Bedingungen zu notieren. – Geduld und Konzentration sind auf jeden Fall erforderlich. Denn in den Videoarbeiten (…) scheint sich nichts zu bewegen. Aber plötzlich huschen Lichtflecken über einen Pfirsich, lassen dessen Haut wie aus sich selbst heraus erstrahlen (…). Winzige Veränderungen, kaum wahrnehmbar, aber sehr faszinierend. (…)“

13.10.2015 | Online-Beitrag „Fürs Auge und für den Geist“ zur Ausstellung „Des Künstlers Garten“ | all-in.de das allgäu online | http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeukultur/Die-Schweizerin-Gabriella-Gerosa-zeigt-im-Kunsthaus-Kaufbeuren-bewegende-Videoarbeiten;art2746,2097399

„Die Schweizerin Gabriella Gerosa zeigt im Kunsthaus Kaufbeuren bewegende Videoarbeiten. (…) Die Ausstellung „Des Künstlers Garten“ (…) schlägt gekonnt eine Brücke zwischen den früheren Meistern und Genres der Malerei und dem hochaktuellen Medium.“