17 Okt
Kalender
So 21.10.2018 14:30 - 18:00 Bilder, die Geschichten erzählen ... (Erwachsenenworkshop)

Inspiriert durch die Ausstellung fügen die Teilnehmer eigene Ideen mit Hilfe von gefundenen Fotos aus Zeitschriften in Kombination mit Acrylmalerei zu einer Collage auf kleinen HDF Platten zusammen. Neu Gemaltes und vorgefundene Fragmente verbinden sich
dabei nahezu perfekt zu einer neuen Komposition und bekommen eine persönliche  Aussage. Wir sind gespannt auf Ihre Bild – und die persönlichen Geschichtencollage!

Kosten: 35 Euro (inkl. Material)

Anmeldung unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder unter Tel.: 083 43 – 923 178

Do 25.10.2018 18 Uhr Kuratorenführung durch die Jahresausstellung »BLICK FANG«

„Kunst & Kulinarisches“ mit Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren. Ab ca. 19 Uhr Abendessen im Café Kirschkern

Kosten: 25 Euro | Anmeldung bis 3 Tage vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Die Teilnahme an der Kuratoren-Führung ist auch ohne Abendessen möglich | Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt | Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin.

So 28.10.2018 14:30 - 18:00 Bilder, die Geschichten erzählen ... (Erwachsenenworkshop)

Inspiriert durch die Ausstellung fügen die Teilnehmer eigene Ideen mit Hilfe von gefundenen Fotos aus Zeitschriften in Kombination mit Acrylmalerei zu einer Collage auf kleinen HDF Platten zusammen. Neu Gemaltes und vorgefundene Fragmente verbinden sichdabei nahezu perfekt zu einer neuen Komposition und bekommen eine persönliche  Aussage. Wir sind gespannt auf Ihre Bild – und die persönlichen Geschichtencollage!

Kosten: 35 Euro (inkl. Material)

Anmeldung unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder unter Tel.: 083 43 – 923 178

Mo 29.10.2018 10:30 - 12:30 Fantasieräume, Traumarchitekturen, Gedankenpyramiden (ab 6 Jahren)

Mischtechnik und Collage

Inspiriert durch die Werke der Ausstellung »Blick Fang« entwerft ihr surreale Räume, Fantasiewelten und Traumarchitekturen. Es entstehen bunte Collagen aus Papier, Stoff, Wolle und Schnüren, Bildern aus Zeitschriften und gemalten Elementen, die eure eigenen Gedankenwelten und Träume widerspiegeln.

Kosten: 12 Euro (inkl. Material)

Anmeldung unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder unter Tel.: 083 43 – 923 178

Sa 10.11.2018 10:30 - 12:30 Was bedeuten Nähte in der Kunst? (ab 10 Jahren)

Diesmal könnt ihr mit Nadel und Faden, Stoff und Papier bunte Formen und Figuren zu Bildcollagen zusammennähen. Wird es eine idyllische  Landschaft, ein wildes Tier in der Natur oder eine lustige Figur auf dem Jahrmarkt oder ein absurdes Objekt? Welche Farbe hat die Naht in eurem Bild und was muss sie zusammenhalten?

Kosten: 12 Euro (inkl. Material)

Anmeldung unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder unter Tel.: 083 43 – 923 178

So 11.11.2018 11 Uhr Öffentliche Führung durch die Jahresausstellung »BLICK FANG«

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

So 11.11.2018 14:00 - 18:00 Innere Welten (Erwachsenenworkshop)

Nach einem kurzen Besuch der Ausstellung macht der Künstler Mister Monji ästhetisches Denken anschaulich und greifbar. Er veranschaulicht, wie mittels einfacher Mal- und Zeichentechniken jeder Teilnehmer sein eigenes ästhetisches Konzept entwickeln und bildnerisch umsetzen kann. Erfahren Sie Grundlagen der Malerei, wie Farbentheorie und Komposition anhand entspannender, kurzer Übungen. Sie werden erstaunt sein, welche außergewöhnlichen, abstrakten Kompositionen während des Nachmittags entstehen.

Kosten: 45 Euro (inkl. Material)

Anmeldung unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder unter Tel.: 083 43 – 923 178

Do 15.11.2018 18 Uhr Kuratorenführung durch die Jahresausstellung »BLICK FANG«

„Kunst & Kulinarisches“ mit Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren. Ab ca. 19 Uhr Abendessen im Café Kirschkern

Kosten: 25 Euro | Anmeldung bis 3 Tage vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Die Teilnahme an der Kuratoren-Führung ist auch ohne Abendessen möglich | Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt | Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin.

So 25.11.2018 11 Uhr Öffentliche Führung durch die Jahresausstellung »BLICK FANG«

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

So 27.01.2019 11 Uhr Öffentliche Führung durch die Ausstellung »MENSCHENBILDER«

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Do 14.02.2019 18 Uhr Kuratorenführung durch die Ausstellung »MENSCHENBILDER«

„Kunst & Kulinarisches“ mit Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren. Ab ca. 19 Uhr Abendessen im Café Kirschkern

Kosten: 25 Euro | Anmeldung bis 3 Tage vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Die Teilnahme an der Kuratoren-Führung ist auch ohne Abendessen möglich | Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt | Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin

Do 21.03.2019 18 Uhr Kuratorenführung durch die Ausstellung »MENSCHENBILDER«

„Kunst & Kulinarisches“ mit Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren. Ab ca. 19 Uhr Abendessen im Café Kirschkern

Kosten: 25 Euro | Anmeldung bis 3 Tage vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Die Teilnahme an der Kuratoren-Führung ist auch ohne Abendessen möglich | Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt | Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin

So 07.04.2019 11 Uhr Öffentliche Führung durch die Ausstellung »MENSCHENBILDER«

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Unter dem mehrdeutigen und durchaus ironisierend gemeinten Titel PERFECT WORLD vereinte die Ausstellung das Schaffen der drei zeitgenössischen Maler Christian Hellmich, Sven Kroner und Pere Llobera. Ein verbindendes Thema aller drei Künstler ist das wiederkehrende Moment der Verschränkung mehrerer Wahrnehmungs- und Zeitebenen, in denen multiple Erfahrungen von Wirklichkeit, Illusion und Traum miteinander verschmolzen sind.

Wo ist der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Geheimnis? Wie schaffen die Künstler mit den Mitteln der Malerei Bilder hybrider Welten, in denen eigene Gesetzmäßigkeiten zu herrschen scheinen und wie konfrontieren sie den Betrachter mit ihrer Auffassung von ‚Wirklichkeit‘ und den Möglichkeiten bildnerischer Vision? – Es sind keine malerischen Idyllen, die Hellmich, Kroner und Llobera den Betrachtern ihrer Werke zeigen. Vielmehr vermitteln die drei Maler in ihren Werken eine höchst ambivalente Haltung zu der sie umgebenden Umwelt, zu ihrer Geschichtsauffassung wie auch zu ihrem Selbstverständnis als Künstler.

Christian Hellmich (*1977, Düsseldorf) beschreibt seine Malerei als „modular“ – einzelne abstrakte Formen kombiniert er immer wieder zu neuen Bildern und schafft so maltechnisch und kompositorisch komplexe, teils surreal anmutende Bildräume. Häufig wird dem Betrachter der Eindruck vermittelt, vermeintlich etwas wiederzuerkennen, ohne es jedoch klar zuordnen zu können. Für die in seinen Gemälden fragmentarisch zusammengefügten Motive greift Hellmich auf sein Bildarchiv zurück, das aus Fotos, Zeitungsausschnitten, Internetquellen, Postkarten u. ä. besteht. Dabei ist sein Vorgehen davon geprägt, wie die Gesellschaft in unserem heutigen mediatisierten Zeitalter mit Bildern umgeht. Charakteristisch für Hellmichs Malerei ist die Verbindung aus gestisch-abstraktem Malduktus und der asymmetrischen Anordnung von Farbflächen, aus der er eine geometrische, rasterartige Aufgliederung der Bildfläche entwickelt. Dabei vermeidet der Künstler stets eine einheitliche Perspektive, verschiedene Raumvorstellungen durchdringen sich gegenseitig, mehrere Bildebenen erscheinen simultan. Häufig sind es Verweise auf architektonische Konstruktionen und das Spiel mit comic-haften Formen, die in einer Art „Restgegenständlichkeit“ (Hellmich) ein Spannungsverhältnis zwischen Zwei- und Dreidimensionalität erzeugen. Diese im wahrsten Sinne ‚viel-schichtigen‘ Bildkompositionen, die Zusammenstellung einer oft bestechenden Farbpalette und das offensichtliche Wechselspiel zwischen der Zersplitterung ‚realer‘ Räume und der Neukonstruktion imaginärer Räume rekurrieren nicht einmal im Ansatz auf eine mimetische Art der Darstellung. Vielmehr richtet sich Hellmichs Interesse von Beginn an darauf, mit malerischen Mitteln ‚andere, hybride Welten‘ zu erschaffen, in denen eigene Struktur- und Formgesetze herrschen und die Konfrontation des Betrachters mit dem Unspezifischen die Sehnsucht nach identifizierbaren und assoziativen Inhalten weckt.

Der Blick durch ein Fenster, von innen nach außen, Miniaturmodelle von Häusern und Schiffen in einem Atelier, endzeitliche Szenerien, schwebende Supertanker, überflutete Landschaften: Sven Kroner (*1973, Kempten) blendet in seinen großformatigen Bildpanoramen gewöhnliche Alltagsszenen und Relikte des Industriezeitalters ineinander. Häufig vermitteln seine Werke eine unwirkliche, scheinbar romantisierende Stimmung, doch wird diese sofort wieder durch ein Gefühl tiefer Verunsicherung ironisch gebrochen – ein signifikantes Merkmal der Arbeiten Sven Kroners. Die ausgefeilte Staffelung der Bildelemente in Kroners gegenständlichen Gemälden wird durch den Einsatz wechselvoller Lichtstimmungen dramatisiert, die die Werke gleichzeitig wie eine melancholische Patina überziehen. Subtil leitet der Künstler den Betrachter in seine Vorstellung von der Welt. Mit den Mitteln der Malerei verschmilzt er persönliche Eindrücke realer Plätze mit visionären ‚Nicht-Orten‘ (Utopie, griech. οὐ-tópos) und erschafft so ‚Ideenbilder‘, fiktive Orte, an denen sich ein Kräftemessen zwischen Mensch und Natur abzuspielen scheint. Immer wieder sind es physikalische Prozesse, mittels derer die Natur ihre Macht und Überlegenheit gegenüber dem in seiner Natürlichkeit domestizierten Menschen demonstriert, der glaubt, sie beherrschen und sich Untertan machen zu können. Wie in einem Traum verbinden sich in Kroners Werken historische Fakten, gegenwärtige Möglichkeiten und Zukunftsszenarien. Damit oszillieren seine Gemälde zwischen Realität und Vorstellung, Gegenständlichkeit und Abstraktion, Tradition und Innovation, zwischen Ernsthaftigkeit und ironischer Brechung der Themen und implizieren so auch ein Spiel mit der Zeit.

Auch die Werke von Pere Llobera (*1970, Barcelona) zeichnen sich durch eine thematische wie auch stilistische Pluralität aus, die sie jeder eindeutigen Klassifizierung entzieht. Die Darstellungen privater Welten und unscheinbar wirkender alltäglicher Momente durchdringen einander, wobei die zeitlosen Bildpanoramen des spanischen Malers häufig mit historischen Zitaten besetzt sind. Eine zentrale Bezugsquelle für Lloberas künstlerische Auseinandersetzung mit Traum und (Anti-)Utopie ist immer wieder seine Beschäftigung mit den literarischen Werken von Kenneth Patchen, Aldous Huxley und anderen Autoren der ‚Beat Generation‘, deren Werke sich durch einen sprunghaften Stil und exzentrische Brüche innerhalb der Erzählstruktur auszeichnen. Lloberas Werke sind von großer Ernsthaftigkeit geprägt. Gleichzeitig vermitteln sie eine düster-melancholische Stimmung des Scheiterns, ein Gefühl von Unvollkommenheit, sie behandeln die Krise des Ichs in einer Welt, in der die Überwachung des Einzelnen und die damit einhergehende, meist unbewusst stattfindende Selbstzensur nur noch die Flucht in eine Scheinwelt zeitigt, als Beleg für die absurde Suche nach Stabilität und verbindlichen Werten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Werkabbildungen und Textbeiträgen von Melitta Kliege, leitende Kuratorin im Neuen Museum – Staatl. Museum für Kunst und Design in Nürnberg, Nadia Ismail, Kunsthistorikerin und Kuratorin, Frankfurt am Main sowie Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren und Kurator der Ausstellung.

© Kunsthaus Kaufbeuren

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