19 Okt
Kalender
So 27.10.2019 11.00 Sonntagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

So 03.11.2019 11.00 Sonntagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Do 07.11.2019 18.00 Kuratoren-Führung "Kunst & Kulinarisches"

Um 18.00 Führung mit Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren, ab ca. 19.00 Abendessen im Café Kirschkern.

Verbinden Sie Ihren nächsten Ausstellungsbesuch mit einem gemütlichen Abendessen in unserem Museums-Café Kirschkern. Die engagierten Betreiber des Cafés kreieren passend zur aktuellen Ausstellung ein Überraschungsmenü für Sie. – Eine wunderbare Geschenkidee zu Weihnachten!
Kosten: 25 Euro | Anmeldungen bis Dienstag vor dem jeweiligen Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 08341 8644
Die Teilnahme ist auch ohne Abendessen möglich. Kosten: 3 Euro
zzgl. Eintritt | Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin

Sa 09.11.2019 11.00-13.00 Kreativ-Workshop mit Ausstellungsbesuch: "FANTASIE & FARBE" (ab 6 Jahren)

Kosten: 5 Euro
Nach einem kleinen, gemeinsamen Rundgang durch die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus könnt ihr eure eigenen Fantasiegeschichten, Träume und Wünsche mit Farbe, Papier und kleinen Fundstücken gestalten. – Bitte Wasserfarben, Pinsel und eure Fundstücke (Muscheln, Steinchen, Knöpfe usw.) mitbringen!

Anmeldungen bis 2 Tage vor dem Termin: 08341 8644 oder mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

In Kooperation mit der VHS Kaufbeuren e.V.

Do 21.11.2019 18.00 Donnerstagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

So 24.11.2019 11.00 Sonntagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Sa 30.11.2019 11.00-13.00 Kreativ-Workshop mit Ausstellungsbesuch: "MEIN EIGENES BRETTSPIEL" (ab 6 Jahren)

Kosten: 5 Euro
Zuerst schauen wir uns ein paar Werke in der aktuellen Ausstellung an. Danach könnt ihr euer eigenes Spielbrett basteln. Ob ihr das Spielbrett auf Basis von „Mensch Ärgere dich nicht“ oder einem Schachbrett gestaltet, dürft ihr selbst entscheiden. Bitte Wasserfarben, Pinsel und kleine Steinchen oder Knöpfe für die Spielsteine mitbringen!

Anmeldungen bis 2 Tage vor dem Termin: 08341 8644 oder mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

In Kooperation mit der VHS Kaufbeuren e.V.

Do 05.12.2019 18.00 Kuratoren-Führung "Kunst & Kulinarisches"

Um 18.00 Führung mit Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren, ab ca. 19.00 Abendessen im Café Kirschkern.

Verbinden Sie Ihren nächsten Ausstellungsbesuch mit einem gemütlichen Abendessen in unserem Museums-Café Kirschkern. Die engagierten Betreiber des Cafés kreieren passend zur aktuellen Ausstellung ein Überraschungsmenü für Sie. – Eine wunderbare Geschenkidee zu Weihnachten!
Kosten: 25 Euro | Anmeldungen bis Dienstag vor dem jeweiligen Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 08341 8644
Die Teilnahme ist auch ohne Abendessen möglich. Kosten: 3 Euro
zzgl. Eintritt | Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin

So 08.12.2019 11.00 Sonntagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Do 12.12.2019 18.00 - 19.00 Führung für Kinder: Nachts im Museum

Eine mysteriöse Entdeckungsreise für Kinder durch die Ausstellung “GEGEN DEN STRICH: CHICAGO CALLING – Amerikanische Außenseiterkunst” im Kunsthaus Kaufbeuren.
Anmeldung bis 10.12. unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder T 08343/ 923 178 | Kosten: 5 € pro Kind

Sa 14.12.2019 11.00-13.00 Kreativ-Workshop mit Ausstellungsbesuch: "FANTASIE & FARBE" (ab 6 Jahren)

Kosten: 5 Euro
Nach einem kleinen, gemeinsamen Rundgang durch die aktuelle Ausstellung im Kunsthaus könnt ihr eure eigenen Fantasiegeschichten, Träume und Wünsche mit Farbe, Papier und kleinen Fundstücken gestalten. – Bitte Wasserfarben, Pinsel und eure Fundstücke (Muscheln, Steinchen, Knöpfe usw.) mitbringen!

Anmeldungen bis 2 Tage vor dem Termin: 08341 8644 oder mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

In Kooperation mit der VHS Kaufbeuren e.V.

So 15.12.2019 11.00 Sonntagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Do 19.12.2019 18.00 Donnerstagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

So 05.01.2020 11.00 Sonntagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Do 16.01.2020 18.00 Kuratoren-Führung "Kunst & Kulinarisches"

Um 18.00 Führung mit Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren, ab ca. 19.00 Abendessen im Café Kirschkern.

Verbinden Sie Ihren nächsten Ausstellungsbesuch mit einem gemütlichen Abendessen in unserem Museums-Café Kirschkern. Die engagierten Betreiber des Cafés kreieren passend zur aktuellen Ausstellung ein Überraschungsmenü für Sie. – Eine wunderbare Geschenkidee zu Weihnachten!
Kosten: 25 Euro | Anmeldungen bis Dienstag vor dem jeweiligen Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 08341 8644
Die Teilnahme ist auch ohne Abendessen möglich. Kosten: 3 Euro
zzgl. Eintritt | Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin

Sa 18.01.2020 11.00-13.00 Kreativ-Workshop mit Ausstellungsbesuch: "MEIN EIGENES BRETTSPIEL" (ab 6 Jahren)

Kosten: 5 Euro
Zuerst schauen wir uns ein paar Werke in der aktuellen Ausstellung an. Danach könnt ihr euer eigenes Spielbrett basteln. Ob ihr das Spielbrett auf Basis von „Mensch Ärgere dich nicht“ oder einem Schachbrett gestaltet, dürft ihr selbst entscheiden. Bitte Wasserfarben, Pinsel und kleine Steinchen oder Knöpfe für die Spielsteine mitbringen!

Anmeldungen bis 2 Tage vor dem Termin: 08341 8644 oder mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

In Kooperation mit der VHS Kaufbeuren e.V.

Sa 25.01.2020 19.00 (Einlass ab 18.30) Lesung mit Musik "Von bunten Vögeln und schwarzen Schafen"

SA 25.01.2020 | 19.00 | Einlass ab 18.30 | Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro (Schüler und Studenten) | Kartenvorverkauf im
Kunsthaus Kaufbeuren | Kartenreservierung: mail@kunsthaus-kaufbeuren.de und Tel. 08341 8644 | Restkarten an der Abendkasse

Das Trio Simone Schatz, Astrid Bauer und Tiny Schmauch ist wieder zu Gast im Kunsthaus Kaufbeuren! Für ihren Auftritt haben die drei Künstler auch dieses Mal maßgeschneidert zur aktuellen Ausstellung ein abendfüllendes Programm mit Texten und Musik zusammengestellt. – Simone Schatz liest in ihrer unnachahmlichen Art literarische Briefe, Texte und Gedichte u.a. von den Bürgerrechtlern Martin Luther King, Rosa Parks und Greta Thunberg. Außerdem wird neben weiteren Romanhelden auch John Franklin, der Protagonist aus Stan Nadolnys weltweitem Bestseller »Die Entdeckung der Langsamkeit« zu Gast sein; ebenso wie der junge Aristokrat Jean Floressas Des Esseintes, als dekadent-neurotischer Antiheld des Romans »Gegen den Strich« von Karl-Joris Huysmans, der seinem
Autor einen Platz in der Literaturgeschichte sichern sollte.

Mit Musikstücken und Songs von Nina Simone, Billie Holiday und anderen Jazzinterpreten sorgen Astrid Bauer (Querflöte) und Tiny Schmauch (Kontrabass) für den klangvollen Rahmen zu den literarischen Genussmomenten und garantieren damit einen gelungenen Abend mit Amüsement und Tiefgang.

Eine wunderbare Geschenkidee zu Weihnachten!

Gefördert von der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG

 

Unter dem mehrdeutigen und durchaus ironisierend gemeinten Titel PERFECT WORLD vereinte die Ausstellung das Schaffen der drei zeitgenössischen Maler Christian Hellmich, Sven Kroner und Pere Llobera. Ein verbindendes Thema aller drei Künstler ist das wiederkehrende Moment der Verschränkung mehrerer Wahrnehmungs- und Zeitebenen, in denen multiple Erfahrungen von Wirklichkeit, Illusion und Traum miteinander verschmolzen sind.

Wo ist der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Geheimnis? Wie schaffen die Künstler mit den Mitteln der Malerei Bilder hybrider Welten, in denen eigene Gesetzmäßigkeiten zu herrschen scheinen und wie konfrontieren sie den Betrachter mit ihrer Auffassung von ‚Wirklichkeit‘ und den Möglichkeiten bildnerischer Vision? – Es sind keine malerischen Idyllen, die Hellmich, Kroner und Llobera den Betrachtern ihrer Werke zeigen. Vielmehr vermitteln die drei Maler in ihren Werken eine höchst ambivalente Haltung zu der sie umgebenden Umwelt, zu ihrer Geschichtsauffassung wie auch zu ihrem Selbstverständnis als Künstler.

Christian Hellmich (*1977, Düsseldorf) beschreibt seine Malerei als „modular“ – einzelne abstrakte Formen kombiniert er immer wieder zu neuen Bildern und schafft so maltechnisch und kompositorisch komplexe, teils surreal anmutende Bildräume. Häufig wird dem Betrachter der Eindruck vermittelt, vermeintlich etwas wiederzuerkennen, ohne es jedoch klar zuordnen zu können. Für die in seinen Gemälden fragmentarisch zusammengefügten Motive greift Hellmich auf sein Bildarchiv zurück, das aus Fotos, Zeitungsausschnitten, Internetquellen, Postkarten u. ä. besteht. Dabei ist sein Vorgehen davon geprägt, wie die Gesellschaft in unserem heutigen mediatisierten Zeitalter mit Bildern umgeht. Charakteristisch für Hellmichs Malerei ist die Verbindung aus gestisch-abstraktem Malduktus und der asymmetrischen Anordnung von Farbflächen, aus der er eine geometrische, rasterartige Aufgliederung der Bildfläche entwickelt. Dabei vermeidet der Künstler stets eine einheitliche Perspektive, verschiedene Raumvorstellungen durchdringen sich gegenseitig, mehrere Bildebenen erscheinen simultan. Häufig sind es Verweise auf architektonische Konstruktionen und das Spiel mit comic-haften Formen, die in einer Art „Restgegenständlichkeit“ (Hellmich) ein Spannungsverhältnis zwischen Zwei- und Dreidimensionalität erzeugen. Diese im wahrsten Sinne ‚viel-schichtigen‘ Bildkompositionen, die Zusammenstellung einer oft bestechenden Farbpalette und das offensichtliche Wechselspiel zwischen der Zersplitterung ‚realer‘ Räume und der Neukonstruktion imaginärer Räume rekurrieren nicht einmal im Ansatz auf eine mimetische Art der Darstellung. Vielmehr richtet sich Hellmichs Interesse von Beginn an darauf, mit malerischen Mitteln ‚andere, hybride Welten‘ zu erschaffen, in denen eigene Struktur- und Formgesetze herrschen und die Konfrontation des Betrachters mit dem Unspezifischen die Sehnsucht nach identifizierbaren und assoziativen Inhalten weckt.

Der Blick durch ein Fenster, von innen nach außen, Miniaturmodelle von Häusern und Schiffen in einem Atelier, endzeitliche Szenerien, schwebende Supertanker, überflutete Landschaften: Sven Kroner (*1973, Kempten) blendet in seinen großformatigen Bildpanoramen gewöhnliche Alltagsszenen und Relikte des Industriezeitalters ineinander. Häufig vermitteln seine Werke eine unwirkliche, scheinbar romantisierende Stimmung, doch wird diese sofort wieder durch ein Gefühl tiefer Verunsicherung ironisch gebrochen – ein signifikantes Merkmal der Arbeiten Sven Kroners. Die ausgefeilte Staffelung der Bildelemente in Kroners gegenständlichen Gemälden wird durch den Einsatz wechselvoller Lichtstimmungen dramatisiert, die die Werke gleichzeitig wie eine melancholische Patina überziehen. Subtil leitet der Künstler den Betrachter in seine Vorstellung von der Welt. Mit den Mitteln der Malerei verschmilzt er persönliche Eindrücke realer Plätze mit visionären ‚Nicht-Orten‘ (Utopie, griech. οὐ-tópos) und erschafft so ‚Ideenbilder‘, fiktive Orte, an denen sich ein Kräftemessen zwischen Mensch und Natur abzuspielen scheint. Immer wieder sind es physikalische Prozesse, mittels derer die Natur ihre Macht und Überlegenheit gegenüber dem in seiner Natürlichkeit domestizierten Menschen demonstriert, der glaubt, sie beherrschen und sich Untertan machen zu können. Wie in einem Traum verbinden sich in Kroners Werken historische Fakten, gegenwärtige Möglichkeiten und Zukunftsszenarien. Damit oszillieren seine Gemälde zwischen Realität und Vorstellung, Gegenständlichkeit und Abstraktion, Tradition und Innovation, zwischen Ernsthaftigkeit und ironischer Brechung der Themen und implizieren so auch ein Spiel mit der Zeit.

Auch die Werke von Pere Llobera (*1970, Barcelona) zeichnen sich durch eine thematische wie auch stilistische Pluralität aus, die sie jeder eindeutigen Klassifizierung entzieht. Die Darstellungen privater Welten und unscheinbar wirkender alltäglicher Momente durchdringen einander, wobei die zeitlosen Bildpanoramen des spanischen Malers häufig mit historischen Zitaten besetzt sind. Eine zentrale Bezugsquelle für Lloberas künstlerische Auseinandersetzung mit Traum und (Anti-)Utopie ist immer wieder seine Beschäftigung mit den literarischen Werken von Kenneth Patchen, Aldous Huxley und anderen Autoren der ‚Beat Generation‘, deren Werke sich durch einen sprunghaften Stil und exzentrische Brüche innerhalb der Erzählstruktur auszeichnen. Lloberas Werke sind von großer Ernsthaftigkeit geprägt. Gleichzeitig vermitteln sie eine düster-melancholische Stimmung des Scheiterns, ein Gefühl von Unvollkommenheit, sie behandeln die Krise des Ichs in einer Welt, in der die Überwachung des Einzelnen und die damit einhergehende, meist unbewusst stattfindende Selbstzensur nur noch die Flucht in eine Scheinwelt zeitigt, als Beleg für die absurde Suche nach Stabilität und verbindlichen Werten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Werkabbildungen und Textbeiträgen von Melitta Kliege, leitende Kuratorin im Neuen Museum – Staatl. Museum für Kunst und Design in Nürnberg, Nadia Ismail, Kunsthistorikerin und Kuratorin, Frankfurt am Main sowie Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren und Kurator der Ausstellung.

© Kunsthaus Kaufbeuren

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