28 Jan
Kalender
Do 03.02.2022 18.00 Donnerstagsführung

Der Kunsthistoriker Johannes Peter führt durch die Ausstellung.
Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt | Anmeldungen bis 02.02. unter 08341 8644 oder unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

So 06.02.2022 11.00 Sonntagsführung

Der Kunsthistoriker Johannes Peter führt durch die Ausstellung.
Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt | Anmeldungen bis 05.02. unter 08341 8644 oder unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Do 17.02.2022 18.00 Donnerstagsführung

Der Kunsthistoriker Johannes Peter führt durch die Ausstellung.
Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt | Anmeldungen bis 16.02. unter 08341 8644 oder unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

So 20.02.2022 11.00 Sonntagsführung

Der Kunsthistoriker Johannes Peter führt durch die Ausstellung.
Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt | Anmeldungen bis 19.02. unter 08341 8644 oder unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Do 24.02.2022 18.00 Kunst & Kulinarik

Um 18.00 Führung durch die Ausstellung, ab ca. 19.00 Abendessen mit Überraschungsmenü im Museums-Café Kirschkern.
Kosten: 28 Euro | Anmeldungen bis 22.02. unter 08341 8644 oder mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Mi 02.03.2022 14.30 Kunst-Salon am Mittwoch

Der Kunsthistoriker Johannes Peter führt durch die Ausstellung. Im Anschluss können Sie sich bei Kaffee und Kuchen über ihre neugewonnenen Eindrücke austauschen.
Kosten: 12 Euro (inkl. einer Tasse Kaffee und einem Stück Kuchen) | Anmeldungen bis 01.03. unter 08341 8644 oder unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Fr 04.03.2022 19.00 | Einlass ab 18.30 Lesung mit Musik | Vom Auf und Ab des Lebens

Horst Janssen war ein radikaler Mensch. So sagte er: „Ich bin hinter den flüchtigen Erschienungen dieser Welt in ihren wechselnden Verkleidungen her, damit ich bei meiner Beerdigung sagen könnte: ,Ich hab’s gesehen!‘ Und wenn ich bis dahin und zwischendurch schreie, dann: Laßt mich in Ruhe!“ Diesen flüchtigen Erscheinungen der Welt und den Verkleidungen der Existenz gehen Astrid Bauer, Tiny Schmauch und Simone Schatz in ihrer musikalischen Lesung nach. Aktuelles und „Jahrhunderte Altes“ finden hier zusammen, von Zeitgenossen Janssens über Nietzsche, Aristoteles, Brecht, Robert Schumann, bis zu Hape Kerkeling und vielen mehr.

Kosten: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro (Schüler und Studenten) | Kartenvorverkauf im Kunsthaus Kaufbeuren | Kartenreservierung: 08341 8644 und mail@kunsthaus-kaufbeuren.de | Restkarten an der Abendkasse

Gefördert von der VR Bank Augsburg-Ostallgäu eG

Do 10.03.2022 18.00 Donnerstagsführung

Der Kunsthistoriker Johannes Peter führt durch die Ausstellung.
Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt | Anmeldungen bis 09.03. unter 08341 8644 oder unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

So 13.03.2022 11.00 FINISSAGE | Sonntagsführung

Der Kunsthistoriker Johannes Peter führt zum Abschluss der Laufzeit durch die Ausstellung.
Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt | Anmeldungen bis 12.03. unter 08341 8644 oder unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Die 60er Jahre gehören zu dem ereignisreichsten Jahrzehnt der Nachkriegszeit. Sie waren gekennzeichnet von der Revolte der 68er Generation, vom Bau der Berliner Mauer, der Ära John F. Kennedys und Konrad Adenauers, vom Vietnamkrieg, der Hippiebewegung, dem Prager Frühling und Woodstock. Diese Zeit des Umbruchs und Aufruhr wird uns heute – 40 Jahre

danach – vor allem in Fotografien nochmals gegenwärtig.

Will McBride, einer der führenden, international anerkannten Fotografen, schildert wie kein anderer aufrüttelnd die Ereignisse der damaligen Zeit. Seine Fotografien verknüpfen sich mit einem entscheidenden gesellschaftlichen Prozess in der alten Bundesrepublik. Es waren seine Bilder, die das Selbstverständnis einer ganzen Generation in Deutschland ausdrücken und zugleich im Gegenzug geprägt haben.

Will McBrides Bilder schreiben deutsche Fotogeschichte bei den Illustrierten Stern, Quick, Bunte, Life, FAZ. Für die Kult-Zeitschrift twen , unter dem legendären Art Director Willy Fleckhaus entstanden zudem Bildessays mit für die damalige Zeit als provokant geltenden Themen. Für die Reportage Mein Kind kommt fotografiert Will McBride seine schwangere Frau – 1960 ein Tabubruch. Ebenfalls für die Zeitschrift twen posierte Romy Schneider kurz nach ihrer Trennung von Alain Delon für Will McBride. Es entstand eine Bildsequenz voller Sinnlichkeit und Ausdruckskraft.

Die in der Ausstellung präsentierten 80 Fotografien von dem in Amerika geborenen und seit seiner Militärzeit in Deutschland lebenden Künstler zeigen sein ungewöhnlich breites fotografisches Spektrum von den 50er bis 90er Jahren. Zu sehen sind Portraits von Willy Brandt, Konrad Adenauer, John F. Kennedy, Romy Schneider, seiner Familie sowie Bilderzyklen zu Hermann Hesses Siddhartha , zum Gebet Vater unser , zum Berliner Mauerbau und zu dem Internat Salem, zum Musical Hair sowie dem Aufklärungsbuch für Kinder Zeig mal , das in den 70er Jahren zu scharfen kontroversen Diskussionen geführt hatte. Parallel zu den Auftragsarbeiten sind auch sehr persönliche Themen fotografisch festgehalten wie beispielsweise Impressionen aus seiner zweiten Heimat Italien und Bilder aus dem Fototagebuch über seinen verstorbenen Freund Ricky.

Neben der Fotografie beschäftigt sich Will McBride mit der Malerei und Bildhauerei. Die in der Ausstellung gezeigte Skulptur eines Jungen entstand in der Auseinandersetzung mit seinem großen Bildzyklus zu Hermann Hesses Siddhartha: „Ich denke, dass Siddhartha Hesses stärkster Einzelcharakter war. Was hat dies mit meinen Skulpturen zu tun? Wen ich könnte, würde ich – und ich versuche mein Bestes zu geben – meinen Jungen aus Bronze genau diese Größe zukommen lassen.“

Kennzeichnend für Will McBrides Arbeit ist die tiefgründige Auseinandersetzung und emotionale Nähe zu den Themengebieten: „Ein Fotograf sollte in seinen Bildern nur eine einzige Sache ausdrücken: sein ganzes Selbst“, äußerte Will McBride.