Wie das Tier seit jeher Begleiter, Diener und Wächter des Menschen ist, ist es ebenso Gegenstand in der (bildenden) Kunst. Die Ausstellung „Animalische Ästhetiken“ präsentiert erstmals Werke, in denen sich zeitgenössische Künstler nicht zwingend mit dem Tier als Sujet, jedoch mit tierischen Substanzen als Material ihrer Arbeiten auseinandersetzen.

Vorgestellt werden die politischen, historischen, gesellschaftskritischen und emotionalen Beweggründe, die Anlass für die Künstler sind, Körperteile, Organe oder Sekrete von Tieren zu (be)nutzen, um Kunst herzustellen und so unser Verhältnis zum Tier zu hinterfragen.

Dabei tritt das Tier in den Werken in den unterschiedlichsten Erscheinungsformen auf: Die Tiere erscheinen in kompletter, präparierter Gestalt; tierische Substanzen wie Milch, Blut und Knochen werden zu Farbe verarbeitet oder sind alleiniger Bestandteil der Malmittel; einzelne Körperteile oder Organe werden verfremdet, so dass sich dem Betrachter der tierische Inhalt des Werkes auf den ersten Blick nicht erschließt.

So werden das Tier, dessen Erzeugnisse und dessen Bestanteile zu unterschiedlichsten Bedeutungsträgern und konfrontieren den Betrachter mal subtil, mal provokativ mit verschiedensten Gefühlen: Berührtsein, Erstaunen, Ekel und Verwunderung.

Künstler: Gilla Buchner, Steve Dilworth, Felix Droese, Pippi Frank, Gloria Friedmann, Michaela Johanne Gräper, Renate Haimerl Brosch, Corinna Korth, Sandra Kuhne, Fabrizio Lamoncha, Hermann Nitsch, Nina Peller, Sandro Porcu, Esther Irina Pschibul, Manfred Riederer, Thomas Thiede, Alexandra Vogt