23 Juli
Kalender
So 19.08.2018 11 Uhr ÖFFENTLICHE FÜHRUNG

Kosten: 3 EUR zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter 08341-8644

Do 27.09.2018 18 Uhr Öffentliche Führung durch die Jahresausstellung »BLICK FANG«
So 14.10.2018 11 Uhr Öffentliche Führung durch die Jahresausstellung »BLICK FANG«
Do 25.10.2018 18 Uhr Kuratorenführung durch die Jahresausstellung »BLICK FANG«

„Kunst & Kulinarisches“ mit Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren. Ab ca. 19 Uhr Abendessen im Café Kirschkern

Kosten: 25 Euro | Anmeldung bis 3 Tage vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Die Teilnahme an der Kuratoren-Führung ist auch ohne Abendessen möglich | Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt | Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin.

So 11.11.2018 11 Uhr Öffentliche Führung durch die Jahresausstellung »BLICK FANG«
Do 15.11.2018 18 Uhr Kuratorenführung durch die Jahresausstellung »BLICK FANG«

„Kunst & Kulinarisches“ mit Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren. Ab ca. 19 Uhr Abendessen im Café Kirschkern

Kosten: 25 Euro | Anmeldung bis 3 Tage vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Die Teilnahme an der Kuratoren-Führung ist auch ohne Abendessen möglich | Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt | Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin.

So 25.11.2018 11 Uhr Öffentliche Führung durch die Jahresausstellung »BLICK FANG«

Vorschau

Hier finden Sie Vorabinformationen zu unseren kommenden Ausstellungen

Im Sommer 2016 anlässlich des 20-jährigen Jubiläums eingeführt, findet im Herbst 2018 bereits die dritte Jahresausstellung im Kunsthaus Kaufbeuren statt. Unter dem mittlerweile etablierten Titel »Blick Fang« zeigt das Kunsthaus erneut Werke von jungen, aufstrebenden Künstlerinnen und Künstlern aus dem gesamten Bundesgebiet. Auch Künstlerinnen und Künstler aus der Region waren aufgerufen, sich wieder zahlreich für die Teilnahme an der Ausstellung zu bewerben. – Damit wird das Kunsthaus Kaufbeuren ein drittes Mal zur Plattform für die Präsentation herausragender Positionen der Gegenwartskunst.

Zahlreiche Menschen haben in den vergangenen beiden Jahren die Jahresausstellung besucht und – dem Ansatz des Formats entsprechend – auch Kunstwerke erworben. Neben privaten Kunstliebhabern, etablierten Sammlern sowie zahlreichen Erstkäufern erwarb 2017 überdies die Ankaufskommission des Freistaates Bayern für die Bestände der Bayerischen Staatsgemäldesammlungen erneut Kunstwerke aus der Ausstellung.

Auch bei der dritten Ausgabe von »Blick Fang« werden wieder Unikate und Editionen junger wie etablierter Künstler zu erschwinglichen Preisen angeboten – nicht nur um Kunstsammler anzuziehen, sondern auch, um bei dem einen oder anderen Besucher die Sammelleidenschaft neu zu wecken. – Als fester Partner für die Realisierung der Jahresausstellung wird die Kaufbeurer Künstlerstiftung, die bereits seit Jahren erfolgreich zumeist Einzelausstellungen lokaler Künstler unterstützt und durchführt, auch 2018 wieder Mitveranstalter sein.

Zur Bewerbung um die Teilnahme an der Jahresausstellung waren bildende Künstlerinnen und Künstler aus dem gesamten deutschsprachigen Raum der EU angesprochen, die in den Medien Malerei, Bildhauerei, Zeichnung, Fotografie und Grafik arbeiten. Um die durchgängig hohe Qualität der ausgestellten Kunstwerke zu gewährleisten, entschied ein siebenköpfiges Fachgremium über die Teilnahme und wählte insgesamt 32 künstlerische Positionen aus.

Die Künstlerinnen und Künstler – Blick Fang 2018

ULI BALL | CLAUDIA BARCHERI | DAVID BORGMANN | TOBIAS BUCKEL | MELANIE CHACKO | LENA DOMES | ISOLDE EGGER | JUDITH EGGER | KATHRIN GANSER | JONAH GEBKA | RAIK GUPIN | HANNES HEINRICH | BARBARA HEROLD & FLORIAN HUTH | THEO HOFMANN | RICARDA HOOP | BIRTE HORN | KAREN IRMER | FLORIAN LECHNER | PHILIPP LIEHR | NINA ANNABELLE MÄRKL | SIGRID W. MATHEWS | SEBASTIAN MAYRHOFER | THERESA MÖLLER | ANETT MÜNNICH | SIGRID PAHLITZSCH | MONIKA PETRI | KATJA PUDOR | RAPHAEL SAMAY | JULIA SCHEWALIE | SOPHIE SCHMIDT | JESS WALTER | GUIDO WEGGENMANN

Durch den Erwerb eines Kunstwerkes werden nicht nur die Künstlerinnen und Künstler unterstützt, sondern auch das Kunsthaus Kaufbeuren und sein zukünftiges Programm. Von der jeweiligen Verkaufssumme gehen 50 % an die Kunstschaffenden, 45 % verbleiben als Provision beim Kunsthaus, die übrigen 5 % werden an die Künstlersozialkasse abgeführt. Der Anteil des Kunsthauses fließt vollständig in den Ausstellungsbetrieb zurück und dient damit der weiteren Förderung der Präsentation und Vermittlung zeitgenössischer Kunst im Kunsthaus Kaufbeuren.

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Die diesjährige Winterausstellung im Kunsthaus Kaufbeuren widmet sich der Darstellung des Menschen im Schaffen von vier herausragenden Künstlern. Gezeigt werden mehr als 150 Arbeiten auf Papier – Zeichnungen, Aquarelle und Druckgrafiken – von Ernst Barlach (1870-1938), Otto Dix (1891-1969), George Grosz (1893-1959) und Samuel Jessurun de Mesquita (1868-1944).

Während das künstlerische Schaffen von Otto Dix, George Grosz und Ernst Barlach heute großes Ansehen genießt und ihre Werke bereits in zahlreichen Ausstellungen gezeigt wurden, dürfte der niederländische Künstler Samuel Jessurun de Mesquita dem deutschen Publikum noch kaum bekannt sein. Indem die Ausstellung Jessurun de Mesquitas Œuvre ins Zentrum rückt und seiner Kunst in der Gegenüberstellung mit Werken prominenter Zeitgenossen besondere Beachtung schenkt, möchte das Kunsthaus zur Wiederentdeckung und internationalen Anerkennung dieses Ausnahmetalents beitragen.

Das Ausstellungsjahr 2018 markiert nicht nur das hundertjährige Jubiläum des Endes des Ersten Weltkrieges, es jährt sich außerdem zum 150sten Mal der Geburtstag des 1944 von den Nationalsozialisten ermordeten Jessurun de Mesquita. – Die erste Hälfte des 20. Jahrhunderts, in die primär das künstlerische Wirken der vier Künstler der Ausstellung fällt, war nicht nur geprägt von gravierenden politischen und sozialen Umwälzungen, sondern es war auch die Zeit der Entstehung zahlreicher Avantgarde-Bewegungen, die grundlegende Erneuerungen in den Künsten anstrebten. In dieser durch zwei Weltkriege und mehrere schwere Weltwirtschaftskrisen erschütterten Zeit waren es immer wieder menschliche Zustände seelischer Zerrissenheit, die die Künstler zu ebenso fantasievollen wie häufig grotesk und dramatisch wirkenden Bildwerken anregten. Den thematischen Überbau der Ausstellung bildet daher die Darstellung des Menschen in existenzieller Not, sein Dasein in einer auseinanderfallenden Gesellschaft, in einer wahnwitzigen Epoche gesellschaftlicher und politischer Umbrüche.

Besonders eindrücklich werden in den Arbeiten auf Papier die eigenwilligen, teils skurrilen und sehr persönlichen Anschauungen der vier Künstler sichtbar. Dabei bezeugen die „Menschenbilder“ eine häufig bizarre, teils zynische, traurige, bisweilen auch humoristische Weltsicht. – Die Werke der Ausstellung, darunter viele noch nie zuvor gezeigte Blätter von George Grosz aus seinem Nachlass und von Samuel Jessurun de Mesquita, sind somit Reflexionen der Künstler auf soziale, politische oder religiöse Missstände und auf starke seelische Spannungen. Vor allem in der Zeit vor und zwischen den beiden Weltkriegen entwickelten Barlach, Dix, Grosz und Jessurun de Mesquita eine unverwechselbare Bildsprache, die ebenso ambivalente wie eindrucksvolle künstlerische Reaktionen auf Krisen und Herausforderungen der Zeit veranschaulicht: Liebe und Hass, Begeisterung und Skepsis, Leidenschaft und Schwermut, Aggressivität und Selbsthingabe, die Stellung zu Gott und Religion, gegenüber den Mitmenschen und gegenüber einer Welt, die aus den Fugen gerät.

Zu der Ausstellung erscheint eine Publikation mit zahlreichen Werkabbildungen und Textbeiträgen von Ralph Jentsch, Managing Director George Grosz Estate, Berlin und Rom; Rafael von Uslar, Kurator in Berlin; Uta Rosenbaum, Expertin für Samuel Jessurun de Mesquita und Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren.

 

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