24 Apr
Kalender
Do 16.05.2019 18 Uhr Donnerstagsführung durch die Ausstellung »Heimat neu beTRACHTEN«

Es führt Sie die Trachtenschneidermeisterin Janina Lindner.

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Sa 18.05.2019 17 Uhr Workshop »Rüschen nähen« für Erwachsene mit Janina Lindner

Durch Falt- u. Nähtechniken entstehen aus Stoffstreifen reizvolle Schmuckstücke. Diese können als Applikation ein Kleidungsstück, eine Tasche oder Brosche als auch Lampenschirme verschönern.

Veranstaltungsort: Foyer Kunsthaus Kaufbeuren

Kosten: 30 Euro | Bitte mitbringen: Nähzeug, Stoffreste verschiedener Materialien mit ca. 70 cm Länge (Baumwollstoff und Seidentaft liefern besonders schöne Ergebnisse), Geodreieck oder Handmaß, Schneiderkreide o.ä.

Anmeldung bis 15. Mai 2019 unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

So 19.05.2019 14 Uhr Sonntagsführung durch die Ausstellung »Heimat neu beTRACHTEN«

Es führt Sie die Trachtenschneidermeisterin Janina Lindner.

Nur heute zum Internationalen Museumstag: freier Eintritt

Führungsgebühr: 3 Euro

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Do 23.05.2019 19 Uhr | Einlass 18.30 Uhr Autorenlesung mit Karen Duve »Fräulein Nettes kurzer Sommer«

Karen Duve stellt an diesem Abend ihren Roman über die junge Dichterin Annette von Droste-Hülshoff vor. Es ist das Porträt einer jungen Frau in einer Welt, in der nichts so blieb, wie es war. Dieses Fräulein Nette ist eine Nervensäge. Dreiundzwanzig Jahre alt, heftig, störrisch und vorlaut, ist sie das schwarze Schaf, das nicht in die Herde ihrer adligen Verwandten passen will. Während ihre Tanten und Cousinen brav am Kamin sitzen und sticken, zieht sie mit einem Berghammer bewaffnet in die Mergelgruben, um nach Mineralien zu stöbern. Die Säume ihrer Kleider sind im Grunde immer verschmutzt! Das Schlimmste aber ist ihre scharfe Zunge. Wilhelm Grimm bekommt bereits Panik, wenn er sie nur sieht. Ein Enfant terrible ist sie, wohl aber nicht für alle… – Ein Roman, historisch genau, gnadenlos entlarvend und so trocken-lakonisch und bitter-ironisch geschrieben, wie es nur Karen Duve kann.

 

Veranstaltungsort: Foyer Kunsthaus Kaufbeuren

Eintritt: Erwachsene: 15 € | Schüler/Studierende: 10 €

Kartenvorverkauf: Kartenbüro Altusried: 08373 92200 oder kb@altusried.de
Kunsthaus Kaufbeuren | mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 08341-8644 | Restkarten an der Abendkasse

Die Lesung findet im Rahmen des Allgäuer Literaturfestivals statt. www.allgaeuer-literaturfestival.de

Sa 25.05.2019 11.00 - 13.00 Bommeln und Blümchen (ab 6 Jahren)

Nach einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung »Heimat neu beTRACHTEN« habt ihr Ideen gesammelt, wie ihr mit selbstgebastelten Bommeln und Blümchen T-Shirts, Jeans und Schuhe aufhübschen könnt. Bitte Häkelnadel (Stärke Nr. 5) und passende Wollreste mitbringen.

Kosten: 5 Euro

Anmeldungen bis 23. Mai: mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 08341 8644

In Kooperation mit der VHS Kaufbeuren e.V.

So 02.06.2019 14 Uhr Sonntagsführung durch die Ausstellung »Heimat neu beTRACHTEN«

Es führt Sie die Trachtenschneidermeisterin Janina Lindner.

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Do 06.06.2019 18 Uhr Donnerstagsführung durch die Ausstellung »Heimat neu beTRACHTEN«

Es führt Sie die Trachtenschneidermeisterin Janina Lindner.

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Do 27.06.2019 18 Uhr Donnerstagsführung durch die Ausstellung »Heimat neu beTRACHTEN«

Es führt Sie die Trachtenschneidermeisterin Janina Lindner.

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Do 04.07.2019 18 Uhr Kunst & Kulinarisches

Führung mit Janina Lindner, Trachtenschneidermeisterin. Ab ca. 19 Uhr Überraschungsmenü im Café Kirschkern

Kosten: 25 Euro | Anmeldung bis 3 Tage vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Die Teilnahme an der Führung ist auch ohne Abendessen möglich | Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt | Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin

Sa 06.07.2019 11.00 - 13.00 Bommeln und Blümchen (ab 6 Jahren)

Nach einem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung »Heimat neu beTRACHTEN« habt ihr Ideen gesammelt, wie ihr mit selbstgebastelten Bommeln und Blümchen T-Shirts, Jeans und Schuhe aufhübschen könnt. Bitte Häkelnadel (Stärke Nr. 5) und passende Wollreste mitbringen.

Kosten: 5 Euro

Anmeldungen bis 4. Juli: mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 08341 8644

In Kooperation mit der VHS Kaufbeuren e.V.

Sa 06.07.2019 14.00 - 16.00 Workshop »Junge Rüschen« (ab 12 Jahren) mit Janina Lindner

Angeregt von den Fotografien und Modellen aus der Ausstellung können die jungen Teilnehmer, angeleitet von Janina Lindner, im anschließenden Kreativ-Workshop einfache Rüschentechniken an Bändern und Borten ausprobieren. Durch Ziehen und Falten entstehen erstaunliche Effekte. Vorkenntnisse im Umgang mit Nadel und Faden sind wünschenswert.

Kosten: 20 Euro (inkl. Material)

Anmeldungen bis zum 4. Juli 2019: mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 08341 8644

So 07.07.2019 14 Uhr Sonntagsführung durch die Ausstellung »Heimat neu beTRACHTEN«

Es führt Sie die Trachtenschneidermeisterin Janina Lindner.

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

So 28.07.2019 14 Uhr Sonntagsführung durch die Ausstellung »Heimat neu beTRACHTEN«

Es führt Sie die Trachtenschneidermeisterin Janina Lindner.

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Do 01.08.2019 18 Uhr Donnerstagsführung durch die Ausstellung »Heimat neu beTRACHTEN«

Es führt Sie die Trachtenschneidermeisterin Janina Lindner.

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

So 11.08.2019 14 Uhr Sonntagsführung durch die Ausstellung »Heimat neu beTRACHTEN«

Es führt Sie die Trachtenschneidermeisterin Janina Lindner.

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 0 83 41 – 86 44

Mit über 80 Exponaten präsentierte das Kunsthaus Kaufbeuren erstmals in der Region eine thematische Werkschau zur Kunst von Außenseitern, Grenzgängern und Autodidakten mit künstlerischem Potential. Charakteristisch für die meisten Werke ist die Unabhängigkeit ihrer Entstehung und die Losgelöstheit ihrer Schöpfer von jeder Art des Akademismus: Ohne Kenntnis künstlerischer Techniken und abseits der kunsthistorischen Tradition entwickeln sich autonome, höchst individuelle künstlerische Ausprägungen, die sich in eindrucksvollen Bildwerken manifestieren.

Der Zugang zu den Bildwerken von Menschen, die aufgrund ihrer geistigen, seelischen oder nervlichen Verfassung aus der gesellschaftlichen Norm herausgefallen sind, ist uns heute nicht zuletzt durch den Surrealismus und den magischen Realismus wesentlich erleichtert. Wir haben uns daran gewöhnt, dass Künstler eine imaginäre Phantasiewelt mit allen zur Verfügung stehenden Mitteln des künstlerischen Ausdrucks zur Darstellung bringen und wir wissen, dass für die Phantasie und den Traum, aber auch für Halluzinationen und Wahngedanken, andere Regeln gelten als für das realitätsbezogene rationale Denken. – Die starke Faszination, die von vielen Werken psychisch Kranker ausgeht, rührt von der Unmittelbarkeit des bildnerisch Ausgedrückten her. Dennoch ist es die Veränderung formaler Strukturen etwa in Gestalt einer abstrakten Symbolisierung, der ornamentalen Stereotypisierung, Schematisierung, Geometrisierung, der randvollen Bildüberladung oder der verschrobenen Kombination völlig unterschiedlicher Elemente, die uns die Werke psychotischer Menschen oft schwer verständlich machen.

Ziel der Ausstellung war es, das hohe gestalterische Niveau von Menschen mit Psychiatrieerfahrung zu vermitteln und die Werke aus dieser Produktion aus der Randnische herauszuholen, die ihr bis heute noch weitgehend zugewiesen wird. Die Auswahl der Werke spannte den Bogen vom frühen 20. Jahrhundert bis in die Gegenwart. – Zahlreiche Leihgaben aus der Heidelberger Sammlung Prinzhorn, die weltweit als eine der umfangreichsten und qualitätvollsten Sammlungen zur Kunst von Außenseitern gilt, boten Einblicke in die faszinierenden Eigenwelten von acht Künstlerinnen und Künstlern, deren Werke aus der Zeit vor dem Zweiten Weltkrieg stammen und noch nicht im Zusammenhang mit kunst- und beschäftigungstherapeutischen Maßnahmen entstanden sind. Zu jener Zeit galten den Nationalsozialisten Abstraktion und die Umgehung konventioneller künstleri­scher Ausdrucksformen als „entartet“ und als Beweis für die Minderwertigkeit ihrer Schöpfer: Von den acht Künstlern aus der Sammlung Prinzhorn, deren Werke in der Ausstellung präsentiert werden, fielen fünf im Rahmen des Euthanasieprogramms dem nationalsozialistischen Massenmord zum Opfer.

Der Fokus der Ausstellung lag jedoch auf der künstlerischen Produktion der vergangenen 30 Jahre aus dem Kontext des Bezirkskrankenhauses Kaufbeuren. So vereinte die Ausstellung Werke bekannter Hauptfiguren der Außenseiterkunst wie Dietrich Orth und Wolfgang Hueber, die zu den wenigen Ausnahmen gehören, deren Schaffen weltweit in Museen und Galerien ausgestellt wurde, mit dem Schaffen kaum bekannter Künstler, deren Werke erstmals einem breiten Publikum vorgestellt wurde. (Kurator: Jan T. Wilms)

Zur Ausstellung erschien ein Katalog mit Beiträgen von Anne-Marie Bonnet, Carolin Koch, Julia Krings, Thomas Röske und Jan T. Wilms sowie zahlreichen Farbabbildungen.

© Kunsthaus Kaufbeuren

Kooperation – Stadtmuseum Kaufbeuren

Parallel zur Ausstellung „KUNST UND STIGMA“ zeigte das Stadtmuseum Kaufbeuren die Ausstellung „In Memoriam. ‚Euthanasie‘ im Nationalsozialismus“. – In der Ausstellung wurden anhand von Schriftstücken, Fotografien und Videointerviews mit Zeitzeugen die verschiedenen Phasen des NS-Vernichtungsprogramms dargestellt. Die Dokumente zeigten auch unterschiedliche Opfergruppen, die Reaktion von Angehörigen sowie die Haltung der Ärzte und die Auseinandersetzung in der Nachkriegszeit.

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