15 Dez
Kalender
So 15.12.2019 11.00 Sonntagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Do 19.12.2019 18.00 Donnerstagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

So 05.01.2020 11.00 Sonntagsführung

Anmeldungen bis 1 Tag vor dem Termin unter T 08341 8644 oder E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Do 16.01.2020 18.00 Kuratoren-Führung "Kunst & Kulinarisches"

Um 18.00 Führung mit Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren, ab ca. 19.00 Abendessen im Café Kirschkern.

Verbinden Sie Ihren nächsten Ausstellungsbesuch mit einem gemütlichen Abendessen in unserem Museums-Café Kirschkern. Die engagierten Betreiber des Cafés kreieren passend zur aktuellen Ausstellung ein Überraschungsmenü für Sie. – Eine wunderbare Geschenkidee zu Weihnachten!
Kosten: 25 Euro | Anmeldungen bis Dienstag vor dem jeweiligen Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder 08341 8644
Die Teilnahme ist auch ohne Abendessen möglich. Kosten: 3 Euro
zzgl. Eintritt | Anmeldung bis 1 Tag vor dem Termin

Sa 18.01.2020 11.00-13.00 Kreativ-Workshop mit Ausstellungsbesuch: "MEIN EIGENES BRETTSPIEL" (ab 6 Jahren)

Kosten: 5 Euro
Zuerst schauen wir uns ein paar Werke in der aktuellen Ausstellung an. Danach könnt ihr euer eigenes Spielbrett basteln. Ob ihr das Spielbrett auf Basis von „Mensch Ärgere dich nicht“ oder einem Schachbrett gestaltet, dürft ihr selbst entscheiden. Bitte Wasserfarben, Pinsel und kleine Steinchen oder Knöpfe für die Spielsteine mitbringen!

Anmeldungen bis 2 Tage vor dem Termin: 08341 8644 oder mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

In Kooperation mit der VHS Kaufbeuren e.V.

Sa 25.01.2020 19.00 (Einlass ab 18.30) Lesung mit Musik "Von bunten Vögeln und schwarzen Schafen"

SA 25.01.2020 | 19.00 | Einlass ab 18.30 | Eintritt: 15 Euro, ermäßigt 10 Euro (Schüler und Studenten) | Kartenvorverkauf im
Kunsthaus Kaufbeuren | Kartenreservierung: mail@kunsthaus-kaufbeuren.de und Tel. 08341 8644 | Restkarten an der Abendkasse

Das Trio Simone Schatz, Astrid Bauer und Tiny Schmauch ist wieder zu Gast im Kunsthaus Kaufbeuren! Für ihren Auftritt haben die drei Künstler auch dieses Mal maßgeschneidert zur aktuellen Ausstellung ein abendfüllendes Programm mit Texten und Musik zusammengestellt. – Simone Schatz liest in ihrer unnachahmlichen Art literarische Briefe, Texte und Gedichte u.a. von den Bürgerrechtlern Martin Luther King, Rosa Parks und Greta Thunberg. Außerdem wird neben weiteren Romanhelden auch John Franklin, der Protagonist aus Stan Nadolnys weltweitem Bestseller »Die Entdeckung der Langsamkeit« zu Gast sein; ebenso wie der junge Aristokrat Jean Floressas Des Esseintes, als dekadent-neurotischer Antiheld des Romans »Gegen den Strich« von Karl-Joris Huysmans, der seinem
Autor einen Platz in der Literaturgeschichte sichern sollte.

Mit Musikstücken und Songs von Nina Simone, Billie Holiday und anderen Jazzinterpreten sorgen Astrid Bauer (Querflöte) und Tiny Schmauch (Kontrabass) für den klangvollen Rahmen zu den literarischen Genussmomenten und garantieren damit einen gelungenen Abend mit Amüsement und Tiefgang.

Eine wunderbare Geschenkidee zu Weihnachten!

Gefördert von der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG

 

Der Faszination des Feuers kann sich kaum einer entziehen. Das Züngeln der Flammen, das Knistern, die ausstrahlende Wärme, aber auch die zerstörende Kraft dieses Ur-Elements. Nach dem Feuer bleibt Russ und Asche. Wen wundert es, dass auch Künstler das Feuer als Ausgangspunkt schöpferischer Transformationen für sich entdeckt haben? Ihr Interesse gilt sowohl den mitreißenden Feueraktionen als auch den verschiedenen Materien wie Flamme, Rauch, Glut Asche und Kohle. Diese transportieren seit je her eine Fülle von Bedeutungen. Das Spektrum reicht von erdgeschichtlichen Ereignissen über mythische Aspekte bis hin zu religiösen Vorstellungen und Riten.

In der Ausstellung zeigen elf Künstler in Skulpturen, Fotografien, Zeichnungen, Gemälde, Installation sowie Film, die verschiedenen Denk- und Werkansätze beim künstlerischen Umgang mit dem Feuer und den Verbrennungsrückständen.

Auf rein ästhetischer Ebene wirken die mittels Kerzenflamme hergestellten Brandmarkierungen auf Papier von Wolfgang Paalen , der Altmeister dieser so genannten Fumagen. Die mit Russtupfen hergestellten Bilder von Jiri Georg Dokoupil sind eine Fortführung dieser Tradition, allerdings fast in Pop Art Manie.

In den Zeichnungen mit einem angesengten Stock nützt Eric Snell die Abreibung des porösen Materials für faszinierend formale Ergebnisse. Das auf strenge, minimalistische Ästhetik basierende Kohlerelief von Winfried Herbst strahlt eine fast meditative Ruhe aus.

Der Künstler Otto Piene verbrennt Ölfarben auf der Leinwand und nützt die überraschend farbintensiven Spuren für den Bildeffekt. Die illuminierenden Gemälde von Helmut Schober vermitteln uns eine Ahnung von der durchdringenden Leuchtkraft des kosmischen Lichtes, das durch Verglühen der Materie entsteht. Franziska Kneidl wendet sich der Thematik in fast wissenschaftlicher Weise zu. In ihrer Gemäldeserie von brennenden und verlöschenden Kerzen zeigt sie die einzelnen Bestandteile Docht, Flamme und Wachs in verschiedenen Aggregatszuständen.

Bezüge zur Zeitgeschichte werden in Skulpturen beim Umgang mit der zerstörenden Kraft des Feuers gegeben. Die verkohlten bildhauerischen Arbeiten von David Nash verweisen einerseits auf Zerstörung durch den Menschen wie in seinem Werk „11.9.“. Andererseits setzt der Künstler die durch den Verbrennungsprozess entstandene schwarze Farbe auch nur rein koloristisch ein. Mit dem Motiv des Vergänglichen werden wir auch in dem skulpturalen Werk von Werner Knaupp in eindringlicher Weise konfrontiert.

Roman Signer entscheidendes Arbeitsmittel sind die Zündmechanismen. Damit strukturiert er die Zeitrhythmen seiner im Video oder Fotografien dokumentierten Explosionen, bei denen er auch als Darsteller mitwirkt.

In der Installation „Spuren“ integriert Dele Müller die Verbrennungsrückstände seiner Feueraktionen, wobei das Überraschende wesentlich zum Konzept gehört: „Durch das Feuer kommt in meine Arbeit ein Einfluss hinein, dem ich mich unterwerfen muss“.

Künstler: Jiri Georg Dokoupil, Winfried Herbst, Werner Knaupp, Franziska Kneidl, Dele Müller, David Nash, Wolfgang Paalen, Otto Piene, Helmut Schober, Roman Signer, Eric Snell