28 Mai
Kalender
So 28.05.2017 14.00 - 18.00 Workshop für Erwachsene: Innere Welten - von der Inspiration zur Komposition - eine künstlerische Entdeckungsreise

Woraus gewinnen Kunstwerke ihre Bedeutung? Oft ist es der Ausdruck einer inneren Welt, welche durch ästhetische Abstraktion Emotionen im Betrachter hervorruft. In unserem Rundgang durch die Ausstellung erörtern wir, warum uns bestimmte Werke besonders ansprechen und wie Künstler ihre inneren Welten in eine berührende Bildsprache transformieren. Im anschließenden Workshop erlernen Sie grundlegende Techniken der Malerei und Zeichnung. Dabei hilft Ihnen der erfahrene Künstler Ramón Ramírez Guevara, ihre persönlichen Eindrücke und Träume bildnerisch zum Ausdruck zu bringen.

Kosten: 60 Euro (inklusive Material)
Anmeldeschluss: 20.05. | für 5-8 Teilnehmer

Anmeldung unter infor@querkunst-kaufbeuren.de oder 08341 – 954 01 54

 

Do 22.06.2017 18.00 - 19.00 Abendführung durch die Ausstellung
Sa 01.07.2017 11.00 - 13.00 Workshop für Kinder ab 8 Jahren: Besendraht, Raupenhaut oder Regenschirmnetz

Inspiriert durch die Werke der Ausstellung bauen die Kinder Objekte und Strukturen aus Draht, Schnüren und Holzstäben und kaschieren diese mit feinen Papierschichten. Es entstehen leichte, filigrane Körper, die an Pflanzen, Insekten oder andere Wesen erinnern.

Kosten: 15 Euro

Anmeldung unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder 083 41 – 954 01 54

 

Do 13.07.2017 18.00 - 19.00 Abendführung durch die Ausstellung
Sa 15.07.2017 11.00 - 13.00 Workshop für Kinder ab 8 Jahren: Prinzessin auf der Erbse

Auf wie vielen Matratzen schlummert der Prinz oder die Prinzessin? Jede Schicht der königlichen Schlafstätte ist noch kunstvoller verziert mit feinen Mustern und Ornamenten – und obendrauf ruht die königliche Hoheit. Nach einer Führung durch die Ausstellung »Blick Fang« zeichnen die Kinder mit Feder und Tusche feine Strukturen, welche dann mit dem Pinsel farbig lasiert werden.

Kosten: 15 Euro

Anmeldung unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder 083 41 – 954 01 54

 

So 16.07.2017 11.00 - 12.00 Sonntagsführung durch die Ausstellung
Do 27.07.2017 18.00 - 19.00 Abendführung durch die Ausstellung
So 30.07.2017 11.00 - 12.00 Sonntagsführung durch die Ausstellung
Do 10.08.2017 18.00 - 19.00 Abendführung durch die Ausstellung
So 13.08.2017 11.00 - 12.00 Sonntagsführung durch die Ausstellung
Do 24.08.2017 18.00 - 19.00 Abendführung durch die Ausstellung

Kontakt & Presse

Adresse

Kunsthaus Kaufbeuren
Spitaltor 2 • 87600 Kaufbeuren

T 0 83 41 – 86 44
F 0 83 41 – 86 55
E mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Das Kunsthaus übernimmt keine Verantwortung für unaufgefordert eingereichte Bewerbungen und Mappen.
Bewerbungsunterlagen werden nicht zurückgesandt.

Pressekontakt

Für Presseanfragen und Bildmaterial zu den Ausstellungen kontaktieren Sie bitte Petra Bradatsch unter:

E presse@kunsthaus-kaufbeuren.de
T 0 83 41 – 86 44
F 0 83 41 – 86 55

 

Hier können Sie direkt die Pressemappen zu unseren Ausstellungen als PDF-Dokument herunterladen:

Pressemitteilung LESUNG IM KUNSTHAUS

Pressemappe BLICK FANG 2017

Pressemappe PERFECT WORLD

Pressemappe HIGH & SLOW

Pressemappe BLICK FANG

Pressemappe LUTHER REICHT NICHT!

Pressemappe KUNST UND STIGMA

Pressemappe TAT/ORT

 

Pressestimmen

(Auswahl, chronologisch)

PERFECT WORLD
Christian Hellmich | Sven Kroner | Pere Llobera

30.03.2017 | Artikel „Vetraulichkeiten aus dem Atelier“ von Richard Mayr | Augsburger Allgemeine Zeitung | Feuilleton | Seite 28 | http://www.augsburger-allgemeine.de/augsburg/Vertraulichkeiten-aus-dem-Atelier-id41041491.html

Vertraulichkeiten aus dem Atelier

(…) Vor ein paar Jahren sagte Kroner einmal über sich: „Ich hatte nur zwei Möglichkeiten, entweder Förster oder Künstler.“ (…) Als ein moderner Landschafts- und Naturmaler wird er immer bezeichnet. Wer sich seinen Leinwänden aber nähert, dem lösen sich die Figuren und Dinge unter dem Sehen in reine, bedeutungslose Farbflächen auf. Aus der Nähe betrachtet sind Kroners Arbeiten abstrakte Bilder, reine Malerei. (…)

22.02.2017 | Artikel „Trügerisch wirklich“ von Sabine Reithmaier | Süddeutsche Zeitung SZ.de | Bayernpartie | Seite 19 | Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutschen Zeitung | http://www.sueddeutsche.de/kultur/bayernpartie-truegerisch-wirklich-1.3388605

Trügerisch wirklich

Eine Ausstellung im Kunsthaus Kaufbeuren kreist um die Geheimnisse der Wahrnehmung

Ein Schneemann kauert in der Zimmerecke und schmilzt vor sich hin. Kein Wunder, in das Atelier fluten durch ein wandgroßes Fenster Sonnenstrahlen. Doch halt: Das ist ja gar kein Fenster, sondern nur eine Tapete mit sonniger Winterlandschaft, die sich an den Rändern bereits wellt und einreißt. Warum bloß werfen Schneemann und Fenstersprossen dann Schatten im Raum? So ähnlich ergeht es dem Betrachter fast vor jedem der großformatigen Gemälde Sven Kroners. Erst wirkt es ganz leicht verständlich, doch plötzlich steht man vor einer Welt, in der andere Gesetzmäßigkeiten herrschen. Sven Kroner ist einer der drei Künstler, die das Kunsthaus Kaufbeuren unter dem ironischen Titel „Perfect World“ zu einer gelungenen Ausstellung vereint. Kroner, Christian Hellmich und Pere Llobera malen völlig unterschiedlich. Ihre Gemeinsamkeit: Sie hinterfragen unsere Wahrnehmung von Wirklichkeit. (…)

27.12.2016 | Artikel „Verstörende Wirklichkeiten“ | Allgäuer Zeitung | Allgäu-Kultur | Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung | http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeukultur/Sven-Kroner-Christian-Hellmich-und-Pere-Llobera-zeigen-im-Kunsthaus-Kaufbeuren-surreale-Bilderwelten;art2746,2394091

Ein schöneres Mondlicht hätte Caspar David Friedrich nicht malen können. Sanft und doch strahlend legt es sich über eine sattgrüne Landschaft mit Wiesen, Wald und vereinzelten Zeugnissen der menschlichen Zivilisation. Doch im Vordergrund dominieren zwei fast identische, architektonisch wenig ansprechende (Reihen-)Häuser, deren Rollläden heruntergelassen sind. Das anfangs wohlige Gefühl der altmeisterlichen Idylle weicht schnell der Ernüchterung, ja der Beklemmung. So wie beim Anblick des Gemäldes „Bei Geltendorf“ (2011) von Sven Kroner geht es dem Besucher der neuen Ausstellung im Kunsthaus Kaufbeuren immer wieder. Die Schau mit dem Titel „Perfect World“ bringt Bilder dreier zeitgenössischer Maler zusammen, die durch ihre sehr individuellen Bilderwelten interessante Blicke auf unsere ganz und gar nicht perfekte Welt gewähren.

03.11.2016 | Artikel „Pere Llobera viaja a Alemania con `Perfect World´“ | Artes Visuales | http://www.xtrart.es/2016/11/03/pere-llobera-viaja-a-alemania-con-perfect-world/

La obra de Pere Llobera (Barcelona, 1970) es virtuosa a la vez que ambigua. Aparentemente, sin esfuerzo, se entretejen asociaciones personales y recuerdos con los sentimientos universales. (…) Sin embargo Llobera sorprende una y otra vez, pues escapa de una definición definitiva, elaborando sus obras a través de diferentes fuentes de inspiración. De sus cuadros se desprenden, sobre todo, melancolía y desencanto, sensación de fracaso e imperfección, amputaciones imposibles de salvar que activan una búsqueda siempre inconclusa.

HIGH & SLOW – Hana Usui | Thilo Westermann

November 2016 | Fernsehbeitrag „High & Slow“ | Allgäu-TV | Mit freundlicher Genehmigung von Allgäu-TV | https://www.youtube.com/watch?v=WgoE0t-JfkQ&feature=youtu.be&t=1460

21.10.2016 | Artikel „Verkehrte Welt – Thilo Westermann erläutert seine Werke im Kunsthaus“ | Allgäuer Zeitung | Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung

„Bewunderung ist den Werken von Thilo Westermann, die derzeit im Kunsthaus Kaufbeuren zu sehen sind, sicher. Denn seine Blumenstillleben und anderen floralen Motive offenbaren schon auf den ersten Blick ein hohes handwerkliches und gestalterisches Können des Schöpfers. Dass hinter den Hinterglaswerken aber noch viel mehr steckt, erläuterte der Berliner Künstler bei einer Führung durch die Ausstellung (…), die er zusammen mit Kunsthaus-Direktor Jan T. Wilms in Dialogform gestaltete. (…) Kurator Wilms kommentierte die Erläuterungen des Künstlers ausführlich, ging aber vor allem auf die Werke der zweiten in „High & Slow“ vertretenen Künsterin ein: Hana Usui, die aus Japan stammt und die dortige Kunst des Schönschreibens mit den Mitteln der westlich geprägten Druckgrafik verbindet.

05.10.2016 | Artikel „Künste der Verfeinerung“ | Süddeutsche Zeitung | http://www.sueddeutsche.de/kultur/ausstellung-kuenste-der-verfeinerung-1.3192064 | Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutschen Zeitung

„High & Slow im Kunsthaus Kaufbeuren stellt die Werke der japanischen Künstlerin Hana Usui und des Oberpfälzers Thilo Westermann einander gegenüber.
Still, unaufdringlich und ungeheuer ästhetisch – das ist der erste Eindruck, den die Ausstellung „High & Slow“ hinterlässt. (…) Kurator Jan T. Wilms ist es scheinbar spielerisch gelungen, zwei ganz unterschiedliche künstlerische Positionen in einen selbstverständlich anmutenden Dialog zu bringen. Gemeinsamkeiten zwischen der Japanerin und dem Oberpfälzer gibt es durchaus: Beide verzichten auf Farbe, beide haben ihre jeweilige Technik unendlich verfeinert, der schöpferische Prozess erfordert bei beiden viel Zeit. Letztere sollte auch der Betrachter mitbringen, um die verschiedenen Bedeutungsebenen zu entschlüsseln. Westermann widmet sich Blumenstillleben, malt ganz in der Tradition dieses Genres Rosen, Lilien, Orchideen und Päonien auf Hinterglas. Die hyperrealistischen Blüten arrangiert er in glitzernden Vasen, die in einem dunklen, undefinierbaren Raum schweben, sich darin spiegeln, gerade so als würden sie auf einer polierten Oberfläche stehen. (…) Geblieben ist ihr [Hana Usui, Anm. d. Red.] vom jahrelangen Kalligrafie-Training wohl aich der innere Rhythmus, mit dem sie klar, konzentriert und meditativ ihre Bilder zeichnet. Inspirieren lässt sie sich von der Natur, (…), Waschstums- und Verfallsprozessen. Ihre Arbeiten erschöpfen sich aber keinesfalls im Lyrischen. (…)

Oktober 2016 | Online-Artikel „High & Slow – Hana Usui | Thilo Westermann“ | art – Das Kunstmagazin | http://www.art-magazin.de/ausstellungen/kaufbeuren/16996-evnt-high-slow-hana-usui-thilo-westermann | Mit freundlicher Genehmigung des art-Magazins

(…) Das Anliegen der beiden Künstler ist es, dem schnellen, konsumorientierten Kunstmarkt Bilder und Bildserien entgegenzusetzen, die in höchster Konzentration entstehen und in einem langwierigen Schaffensprozess erst allmählich heranwachsen. (…) Bei der Künstlerin Hana Usui [Anm. d. Red.] hat jeder Strich seine Energie, seinen Eigenwert, seine Ausdruckskraft, seine Vitalität. (…) Ihre so gegenstandslosen wie assoziationsintensiven Werke verströmen emotionale Wärme und vegetabile Lebendigkeit. Ihre Striche entstehen aus Kraft und Konzentration, nicht aus Kalkül, sie erwachsen aus Meditation, nicht aus Rationalität, aus Langsamkeit, nicht aus Stetigkeit der Arbeit. (…) Ihr Interesse gilt Bewegungsabläufen von unterschiedlicher Zeitlichkeit, Prozessen des Gleitens, Sinkens, Fallens, Rollens, des Wachstums und Verfalls sowie rhythmischen Progressionen, weil sie in solchen Bewegungsabläufen strukturelle Analogien zu bildnerischen Formprozessen erkennt. (…) Thilo Westermann begegnet dem kulturkritischen Topos der Beschleunigung des Lebens auf ganz eigene Weise und schafft Werke, die einen fast anachronistischen Sonderweg erkennen lassen. Seine aufwendigen und in einem langwierigen Arbeitsprozess entstandenen Blumenarrangements wirken merkwürdig entrückt, doch gleichzeitig als autonome, in der Gegenwart verhaftete Kunstwerke von irritierender Makellosigkeit, deren Bedeutung und Machart sich erst langsam und bei genauer Betrachtung enthüllen. (…) Die der Dingwelt – insbesondere der Natur – innewohnende Idee der Schönheit ist für ihn eine unverzichtbare Quelle. Untrennbar damit verbunden ist das künstlerische Streben, ein möglichst perfekt illusionistisches Bild zu erschaffen. (…) Ein weiteres zentrales Anliegen der dialogischen Gegenüberstellung der beiden Positionen ist das „Cross-over“ zwischen der abendländisch-westlichen Bildsprache und der spezifisch japanischen bzw. asiatischen Kunsttradition (…). Die Ausstellung spannt damit den Bogen zwischen Europa und Asien und soll zum weiteren Austausch und künstlerischen Dialog anregen. (Quelle: Pressetext, Verfasser: Jan T. Wilms)

16.09.2016 | Artikel „Eine leise Revolution“ | Allgäuer Zeitung | Allgäu-Kultur | Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung | KHKF_Presse_AllgäuKultur_160916_HQ

(…) Es sind relativ wenige, stille Werke, die derzeit im Kunsthaus Kaufbeuren zu sehen sind. In ihrem Schwarz-Weiß und ihren Grautönen heben sie sich bisweilen kaum von den Sichtbetonwänden der Ausstellungshalle ab. Die Motive sind – zumindest auf den ersten Blick – unspektakulär und schon gar nicht provokant. Und doch findet dort noch bis Mitte Dezember eine Rebellion statt. Eine leise zwar, aber eine nachhaltige. Denn die grafischen Arbeiten von Hana Usui und die Hinterglasbilder von Thilo Westermann haben so gar nichts mit dem lauten, schnellen, bisweilen schrillen Kunstbetrieb unserer Tage gemein. Sie glänzen durch tiefsinnige Konzeption, hohe handwerkliche Qualität und einen aufwendigen Entstehungsprozess.

Nr.202, 1.-7.09.2016 | Artikel „Lyrische Bildräume. Ausstellung High & Slow im Kunsthaus Kaufbeuren“ | SZ Extra | Mit freundlicher Genehmigung der Süddeutschen Zeitung

(…) Realistische oder gar naturalistische Elemente finden sich in den Öl- und Tusche-Zeichnungen der in Wien lebenden japanischen Künstlerin [Hana Usui, Anm. d. Red.] aber nur zum Teil. Etwa in der Zeichnung „Jahreszeiten“, deren Motiv an einen Grashalm erinnert. Oder in einer anderen, titellosen Zeichnung, wo sich die Striche zu einer Art Wollknäuel verdichten. (…) Einige Beispiele dafür sind von Mittwoch, 7. September an in der Ausstellung High & Slow im Kunsthaus Kaufbeuren zu sehen, zusammen mit Arbeiten des (…) Künstlers Thilo Westermann. Der setzt seine schwarzweißen Blumenstillleben nicht aus vitalen Bewegungslinien zusammen, sondern Punkt für Punkt. Und er macht das, inspiriert von klassischer Hinterglasmalerei, auf einer Plexiglasscheibe. (…)

07.09.2016 | Radiobeitrag „Kalligraphische Kunst in Kaufbeuren“ | Bayern 2 | kulturWelt | http://www.br.de/radio/bayern2/kultur/kulturwelt/high-and-slow-ausstellung-im-kunsthaus-kaufbeuren-100.html | Mit freundlicher Genehmigung von br radio

(…) Entschleunigung in unserer hektischen Zeit. Das verbindet Thilo Westermann, der sich der Hinterglasmalerei von Blumen verschreiben hat, und Hana Usui aus Tokio. Die Künstlerin zeichnet aus einem Zustand der Versenkung heraus. (…)

31.08.2016 | Artikel „Zur Entschleunigung. Das Kunsthaus präsentiert Werke von Hana Usui und Thilo Westermann“ | Kultur am Ort | Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung

Eine neue Ausstellung mit dem Titel High & Slow eröffnet am 6. September im Kunsthaus. Sie stellt das Schaffen der in Wien lebenden japanischen Künstlerin Hana Usui (…) und des Berliner Künstlers Thilo Westermann (…) einander dialogisch gegenüber. (…) Bei Hana Usui beruht jeder Strich auf verstreichender Zeit. Jeder hat seine Energie und ist ein Strich um seiner selbst willen, hat seinen Eigenwert, seine Ausdruckskraft, seine Vitalität. (…) Ihr Interesse gilt Bewegungsabläufen von unterschiedlicher Zeitlichkeit, Prozessen des Gleitens, Sinkens, Fallens, Rollens, des Wachstums und Verfalls sowie rhythmischen Progressionen. Thilo Westermanns in einem langwierigen Arbeitsprozess entstandene Blumenarrangements wirken merkwürdig entrückt, doch gleichzeitig als autonome, in der Gegenwart verhaftete Kunstwerke von irritierender Makellosigkeit, deren Bedeutung und Machart sich erst langsam und bei genauer Betrachtung enthüllen. (…)

BLICK FANG | Jahresausstellung zum 20-jährigen Jubiläum

20.07.2016 | Artikel „Perle in der Provinz: Kunsthaus Kaufbeuren“ | Augsburger Allgemeine | http://www.augsburger-allgemeine.de/kultur/Perle-in-der-Provinz-Kunsthaus-Kaufbeuren-id38481587.html | Mit freundlicher Genehmigung der Augsburger Allgemeinen Zeitung

Keine zehn Jahre. Selbst wohlwollende Experten räumten dem Kunsthaus Kaufbeuren bei seiner Eröffnung 1996 keine allzu große Lebenserwartung ein.(…) Und der neue Direktor Jan T. Wilms ist trotz aller Widrigkeiten zuversichtlich, dass sein Haus auch künftig auf einem immer umkämpfteren Kulturmarkt mitspielen kann. (…) Neu unter Wilms’ Ägide ist die Öffnung das Hauses für regionale Künstler, wie bei der aktuellen Ausstellung „Blick Fang“. Übrigens auch die erste Verkaufsausstellung in der Geschichte des Kunsthauses – die Verkaufserlöse fließen zur Hälfte in den Etat der Einrichtung. Die ebenfalls forcierte Zusammenarbeit mit anderen Museen und Kulturakteuren in Kaufbeuren soll zudem die „Schwellenangst“ vieler Einheimischer vor dem Kunsthaus und zeitgenössischer Kunst an sich abbauen. (…)

08.07.2016 | Artikel „20-jähriges Jubiläum: Wie sich das Kunsthaus Kaufbeuren trotz kleinem Budget behaupten kann“ | all-in.de das allgäu online | http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeukultur/20-jaehriges-Jubilaeum-Wie-sich-das-Kunsthaus-Kaufbeuren-trotz-kleinem-Budget-behaupten-kann;art2746,2319276

Hans Dobler, kunstinniger Spross einer einflussreichen Kaufbeurer Unternehmer-Familie, spendierte damals gegen viele Widerstände das Ausstellungsgebäude aus Sichtbeton für wechselnde Schauen, vornehmlich zur Gegenwartskunst. Eine solche Initiative in einem 40.000-Einwohner-Städtchen abseits der Metropolen sorgte Mitte der 1990er Jahre für große Furore. Das Medien-Echo rund um die Eröffnung war groß und bundesweit. (…)

02.07.2016 | Artikel „Zu verkaufen“ | Allgäuer Zeitung vom 2 Juli 2016 | Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung

(…) Kunst und Geld, das ist nicht erst seit den Eskapaden auf dem einschlägigen internationalen Markt ein schwieriges Verhältnis. Andererseits können die beiden ohne einander nur schwer. Vor allem, wenn es um eine von einer privaten Stiftung getragene Einrichtung wie das Kaufbeurer Kunsthaus geht, deren Budget dem Vernehmen nach stets auf Kante genäht ist. (…)

13.06.2016 | Artikel „Allen Unkenrufen zum Trotz“ | Allgäuer Zeitung vom 13 Juni 2016 | Mit freundlicher Genehmigung der Allgäuer Zeitung

20 Jahre ist es dieser Tage her, dass (…) die Ausstellungshalle in der Altstadt ihren Betrieb aufnahm. Grund genug, bei der Eröffnung der aktuellen Ausstellung „Blick Fang“ zu feiern und auf die Höhen und Tiefen in zwei Jahrzehnten Kunsthaus-Geschichte zurückzublicken. (…)

Luther reicht nicht! Künstlerische Impulse zur ständigen Reform

17.05.2016 | Artikel „Luther reicht nicht!“ | Johannes Rauchenberger | Kulturzentrum bei den Minoriten | http://www.kultum.at/?d=luther-reicht-nicht

(…) Ursprünglich war es als „Wanderausstellung“ konzipiert – nach einer ersten Station im Kreuzgang des katholischen Würzburger Doms. Ökumenisch aufgesetzt war das Projekt „Luther reicht nicht!“ also von Anfang an. Doch Jan T. Wilms, der junge, engagierte Direktor der Kunsthalle Kaufbeuren, keineswegs im Dunstkreis von Kunst-und-Kirche-Ausstellungen beheimatet, war irgendwie unglücklich damit und machte daraus seine ganz eigene Schau mit viel kuratorischem Gespür: Erkenntnisleitendes Interesse waren die „künstlerischen Impulse zur ständigen Reform“.(…)

20./21.03.2016 | Artikel „Sag mir wie du heißt“ u.a. zur Ausstellung „Luther reicht nicht!“ | Süddeutsche Zeitung | http://www.sueddeutsche.de/kultur/vorschlag-hammer-sag-mir-wie-du-heisst-1.2913422

„(…) Dort geht es nicht um die Thesen des Theologen, sondern um die Frage wie sich der Luthersche Geist der Reform und des Hinterfragens in der aktuellen Kunst weiterdenken lässt. Antwort geben in Kaufbeuren 80 Werke aus Malerei, Plastik, Fotografie und Videokunst, größtenteils von etablierten Vertretern der Gegenwartskunst. (…)“

März 2016 | TV-Beitrag zur Ausstellung „Luther reicht nicht!“ | a.tv

 

Kunst und Stigma | Grenzgänger zwischen Zwang und Freiheit

12.01.2016 | Artikel „Rohe Kunst“ | Süddeutsche Zeitung | http://www.sueddeutsche.de/kultur/kaufbeuren-rohe-kunst-1.2813364?reduced=true

„In einer großartigen Ausstellung zeigt das Kunsthaus Kaufbeuren mehr als 80 zumeist unbekannte Werke, die von Außenseitern, Grenzgängern und Autodidakten in psychisch schwierigen Situationen angefertigt wurden. (…) Jan T. Wilms, der Leiter des Kunsthauses Kaufbeuren, hat Laurie Berner in seiner Art-Brut-Ausstellung nun breiten Raum eingeräumt. Zu Recht, denn die 30 Gemälde, Zeichnungen und Collagen, in denen die bislang kaum bekannte Künstlerin ihre Lebens- und Leidensgeschichte aufgearbeitet hat, zeugen von ungeheuer viel Geist und Witz, verblüffen durch ihre Vielschichtigkeit und ihre eigenständige künstlerische Handschrift. Die Psychiatrieerfahrung und zum Teil auch den Aufenthalt im BKH hat sie mit den anderen Künstlern gemeinsam, deren Werke in der sehr sehenswerten Ausstellung gezeigt werden.Wilms hat sie zweiteilig aufgebaut. Den Schwerpunkt legt er auf die Kunst, die in den vergangenen 30 Jahren aus dem Kunsttherapie-Programm des BKH heraus entstand. Neben Berner und der ebenfalls eher unbekannten Simone Stingele sind auch Dietrich Orth oder Wolfgang Hueber zu sehen, deren grandiose Werke den Einzug in den Kunstbetrieb längst geschafft haben. Diesen Schwerpunkt ergänzen 40 Exponate aus der Sammlung Prinzhorn, die Einblick in die Innenwelten von Künstlern gewähren, die schon vor dem Zweiten Weltkrieg lebten, also zu einer Zeit, in der es noch keine Kunsttherapie gab. (…)“

05.11.2015 | Artikel „Ehrgeiz als Motor“ | Süddeutsche Zeitung | http://www.sueddeutsche.de/kultur/ausstellung-ehrgeiz-als-motor-1.2722036?reduced=true

„(…) „Ein kleines Haus bietet eben den Vorteil, flexibel reagieren zu können“, sagt Wilms. In die Eigenheiten seiner neuen, von einer Stiftung getragenen Wirkungsstätte hat er sich schon gut eingefunden. Natürlich gelten hier andere Regeln als in der Pinakothek der Moderne, in der Wilms dreieinhalb Jahre als Gastkurator arbeitete, bevor er für ein weiteres Jahr den Posten als stv. Pressesprecher der Staatsgemäldesammlungen übernahm und anschließend ab Anfang Mai nach Kaufbeuren ging. (…) Feststeht, dass es künftig Konstanten im Ausstellungsjahr geben wird, die sich jährlich wiederholen. Die „Jahresgabe“ etwa, ein Format, das nach einer Ausschreibung regionale und überregionale Künstler gemeinsam präsentiert. (…) Die Auswahl trifft eine hochkarätige Jury. Carsten Löckemann, Kurator der Sammlung Goetz, wird unter anderem dabei sein, aber auch Verena Hein von der Villa Stuck, oder Andreas Beitin, Noch-Leiter des ZKM-Museums für Neue Kunst in Karlsruhe, der von 2016 an das Ludwig Forum für Internationale Kunst in Aachen managt.“

Des Künstlers Garten | Gabriella Gerosa

13.10.2016 | Artikel „das Licht als Maler“ zur Ausstellung „Des Künstlers Garten“ | Süddeutsche Zeitung | http://www.sueddeutsche.de/kultur/ausstellung-in-kaufbeuren-das-licht-als-maler-1.2687982

„Gabriella Gerosa überlässt nichts dem Zufall. Die Videokünstlerin recherchierte für ihre „Impressionistischen Landvermessungen“ jahrelang, um die besten Aufnahme-Bedingungen zu notieren. – Geduld und Konzentration sind auf jeden Fall erforderlich. Denn in den Videoarbeiten (…) scheint sich nichts zu bewegen. Aber plötzlich huschen Lichtflecken über einen Pfirsich, lassen dessen Haut wie aus sich selbst heraus erstrahlen (…). Winzige Veränderungen, kaum wahrnehmbar, aber sehr faszinierend. (…)“

13.10.2015 | Online-Beitrag „Fürs Auge und für den Geist“ zur Ausstellung „Des Künstlers Garten“ | all-in.de das allgäu online | http://www.all-in.de/nachrichten/allgaeukultur/Die-Schweizerin-Gabriella-Gerosa-zeigt-im-Kunsthaus-Kaufbeuren-bewegende-Videoarbeiten;art2746,2097399

„Die Schweizerin Gabriella Gerosa zeigt im Kunsthaus Kaufbeuren bewegende Videoarbeiten. (…) Die Ausstellung „Des Künstlers Garten“ (…) schlägt gekonnt eine Brücke zwischen den früheren Meistern und Genres der Malerei und dem hochaktuellen Medium.“