Beton in Form
Positionen zu Skulptur + Material


Ausstellung
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Vernissage: 16. März 2006
Ausstellung im kunsthaus kaufbeuren vom 17. März bis 18. Juni 2006

Die Ausstellung nähert sich dem Thema Architektur mit Miniaturbauten und Stadtlandschaften, die spielerisch und mit feiner Präzision den vermeintlich spröden Beton in Form gießen. Dabei überrascht immer wieder die Fähigkeit des Materials, jede beliebige Form anzunehmen. Dann werden, gegen jede Erwartung, weiche und zerbrechliche Formen hervorgerufen: Vasen, Brokatkissen, Taschen und dennoch sind all diese Gegenstände hart, schwer und massiv. Die Künstlerinnen und Künstler verarbeiten das Material Beton zu exakten Räumen, zu filigranen Strukturen und schwergewichtigen Volumen, sie geben dem Beton mal eine kristalline, mal eine raue Oberfläche und erproben so ein Material auf seine künstlerischen Möglichkeiten.

Barbara Baumann rückt bei ihren Betontaschen die Phobie der meisten Frauen vor Kleintieren auf bizarre Weise ins Blickfeld. Der Fetisch Damenhandtasche verwandelt sich zum Spinnennest, in dem das Lebendige zu Hause ist. Das ist anziehend und irritierend zugleich.

Friedemann Grieshaber gibt seinen Arbeiten, entgegen der klassischen Vorstellung von architekturalen Skulpturen, wenig Tiefe. Durch perspektivische Verschiebung, durch den Wechsel von Unter-, Front- und Aufsichten erscheinen sie dennoch voluminös.

Heike und Helmuth Hahn lassen einen fiktiven Raum einer neuen utopischen Metropole aus Betonobjekten entstehen, die als Miniaturpuzzel-Abgüsse auf bekannte historische Bauwerke verweisen.
Franz U. Janetzko nimmt unspektakuläre Architektur ins Visier. Keine prachtvollen, berühmten Bauten interessieren ihn, sondern alltägliche oder gar hässliche.

Hubert Kiecol schöpft bei seinen Skulpturen aus dem Repertoire architektonischer Formen.
Die Werke sind auf das äußerste reduziert: ein Destillat zeichenhafter Grundformen.

Ulrike Kötz nähert sich dem Thema Architektur mit Miniaturbauten von Räumen und Möbeln an. Das kalte Material steht im Widerspruch zur rundlichen Welt der Puppenstuben.

Joachim Manz arbeitet wie ein Architekt mit dem Material im Raum. Zeitgenössische und klassische Formelemente werden zu Architektur-Miniaturen geformt.

Cony Theis überrascht mit der Fähigkeit des spröden Materials, jede beliebige Form anzunehmen. Harter, schwerer Beton mutet an wie ein weiches, kuscheliges Kissen.

Timm Ulrichs arbeitet mit vorhandenen Fertigbauteilen aus Beton. Durch eine andere Wahrnehmung werden aus abstrakten Formen konkrete Objekte.

Rolf Wicker hat als Thema seiner Arbeiten die Beziehung der Teile untereinander. Die fertig gegossenen Arbeiten zeigen formale Bezüge, aber irritieren beim Versuch des geistigen Zusammenfügens mit Unstimmigkeiten, die durch die Form und die Maserung der Holzverschalung beim Guss entstanden ist.

Die Arbeiten von Susanne Windelen werden von gegensätzlichen Beziehungen charakterisiert: Innen – außen, leer – voll, Vergangenheit – Gegenwart. So wird durch Abgüsse das unsichtbare und nicht vorstellbare Innere einer Flasche sichtbar.

 

Laufzeit

17. März bis 18. Juni 2006

Öffnungszeiten

Di - Fr 10 - 17 Uhr, Do 10 - 20 Uhr
Sa / So / Feiertag 11 - 17 Uhr, Mo geschlossen


Eintritt

Erwachsene 4,00 Euro, ermäßigt 3,00 Euro, Schüler 1,50 €

 

Unterstützt von

Beton Marketing Süd, SKF-Kooperation GmbH, braun – Ideen aus Stein / Amstetten, Sparkasse Kaufbeuren sowie den Freunden und Förderern des kunsthauses

 

Kontakt Ulrich Heiß, Leiter des kunsthauses kaufbeuren
Susanne Flesche, Projektleitung, Tel. 08341 / 8644

Information & Pressefotos

Annette Görlach mail@kunsthaus-kaufbeuren.de
   

Zu der Ausstellung erscheint ein Begleitheft

 

Pressefotos
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kunsthaus kaufbeuren, T. 08341 / 8644 F 08341 / 8655
mail@kunsthaus-kaufbeuren.de