22 Feb
Kalender
Do 22.02.2018 18.00 Kuratorenführung "Kunst & Kulinarisches"

Verbinden Sie Ihren nächsten Ausstellungsbesuch mit einem gemütlichen Abendessen in unserem neu eröffneten Museums-Café Kirschkern. Die engagierten Betreiber des Cafés kreieren passend zur aktuellen Ausstellung ein Überraschungsmenü für Sie.

Die Führung beginnt um 18.00 Uhr, ab ca. 19.00 findet das Abendessen im Café Kirschkern statt.

Kosten: 25 Euro | Anmeldungen bis 3 Tage vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder unter Tel. 083 41 – 86 44

Sa 24.02.2018 11.00 - 13.00 Kreativworkshop "Tiergeschichten" für Kinder ab 6 Jahren

Inspiriert durch die Bilder der Ausstellung erfinden die Kinder eine kurze Geschichte über ihr Lieblingstier und illustrieren diese. Die Bilder werden in eine Moosgummiplatte geritzt und mit Druckfarbe auf Papier gedruckt. Am Ende bekommt jedes Kind sein eigenes gedrucktes Faltbuch (Leporello).

SA 20.01. oder SA 24.02. | 11.00 – 13.00 Uhr | Kosten: 12 Euro

Anmeldung unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder unter Tel.: 083 43 – 923 178

So 25.02.2018 18.00 Filmabend im Kunsthaus | "Rashomon"

Der oscarprämierte japanische Spielfilm „Rashomon – Das Lustwäldchen“ (1950) gilt als Meilenstein in der internationalen Filmgeschichte und als früheste Verbindung zwischen traditionellen japanischen Motiven und europäischer Film-Methodik. Die Handlung wird jedoch ausschließlich aus japanischer Sicht dargestellt und enthält keine Bezüge zu westlichen Wertesystemen.

Im Mittelpunkt der Handlung steht ein Verbrechen an einem Samurai und seiner Frau, dessen Hergang im Rahmen eines Gerichtsprozesses aus der Perspektive verschiedener Akteure und Zeugen immer wieder neu und anders wiedergegeben wird. – Die tragenden Themen des Films sind die Begriffe der subjektiven Erinnerung, Schuld, Ehre und Faktizität. Aus westlicher Sichtweise wurde der Film vor allem in Bezug auf die Existenz einer objektiven Wahrheit diskutiert.

Sa 03.03.2018 14.00 - 17.30 Kreativworkshop "Experimentelle Druckwerkstatt" für Erwachsene

Nach einer Führung durch die Ausstellung CROSSING CULTURES experimentieren die Teilnehmer mit Druckstöcken und Farben. Drucken lässt sich nicht nur mit Holz, sondern auch mit Kartoffeln, Radiergummis, Pflanzen, PVC- oder Glasplatten. Bei diesem Workshop werden zuerst farbige Hintergründe und Landschaften von bemalten Glasplatten gedruckt. Inspiriert durch die Bilder der Ausstellung entwickeln die Teilnehmer Figuren, Pflanzen oder andere Landschaften in Skizzenform. Anschließend werden die Motive in Druckstöcke geschnitten und auf die farbigen Hintergründe gedruckt. Persönliche Druckmaterialien oder Motivvorlagen dürfen gerne mitgebracht werden.

SA 03.03. | 14.00 – 17:30 Uhr | Kosten: 30 Euro (inklusive Eintritt in die Ausstellung)

Anmeldung unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder unter Tel.: 083 43 – 923 178

So 11.03.2018 11.00 Sonntagsführung

In den Führungen erfahren Sie mehr über den historischen Kontext der stilistischen Beeinflussung europäischer und japanischer Künstler. Auch die Technik des Farbholzschnitts und unterschiedliche künstlerische Ansätze bei der Darstellung der Motive werden anschaulich vor den Werken der Ausstellung erläutert.

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Um Anmeldung bis einen Tag vor dem Termin wird gebeten.

E-Mail: mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Tel.: 083 41 – 86 44

Sa 17.03.2018 11.00 - 13.00 Kreativworkshop "Muster und Ornamente aus Japan" für Kinder ab 8 Jahren

Die Kinder fertigen ihre eigenen Stempel aus Korken, Schnüren, Karton und Moosgummi an. Mit Bleistift werden Figuren und stilvoll dekorierte Innenräume vorgezeichnet. Die Kleidung der Personen sowie Tapeten, Vorhänge und Teppiche werden dann mit unterschiedlichen Mustern mithilfe der Stempel bunt bedruckt.

SA 17.03. oder Sa 14.04. | 11.00 – 13.00 Uhr | Kosten: 12 Euro

Anmeldung unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder unter Tel.: 083 43 – 923 178

Do 22.03.2018 18.00 Abendführung

In den Führungen erfahren Sie mehr über den historischen Kontext der stilistischen Beeinflussung europäischer und japanischer Künstler. Auch die Technik des Farbholzschnitts und unterschiedliche künstlerische Ansätze bei der Darstellung der Motive werden anschaulich vor den Werken der Ausstellung erläutert.

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Um Anmeldung bis einen Tag vor dem Termin wird gebeten.

E-Mail: mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Tel.: 083 41 – 86 44

Do 22.03.2018 18.00 - 19.00 Nachts im Museum

„Die unglaubliche Begegnung im Bilderrahmen“ – eine Kinderführung mit Rollenspiel

Die Kinder schlüpfen in die Rollen der dargestellten Figuren und Tiere und stellen sich vor, was nachts im Museum passiert, wenn es keine Besucher gibt und die Bilder zum Leben erwachen. Was haben sich die Geschöpfe der Künstler zu erzählen und welches Abenteuer erleben sie im Museum? In der Gruppe werden die ausgedachten Szenen gespielt, die übrigen Kinder dürfen erraten, um welche Werke es sich dabei handelt.

DO 22.03. | 18.00 – 19.00 Uhr | Kosten: 5 Euro

Anmeldung unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder unter Tel.: 083 43 – 923 178

Do 12.04.2018 18.00 Kuratorenführung "Kunst & Kulinarisches"

Verbinden Sie Ihren nächsten Ausstellungsbesuch mit einem gemütlichen Abendessen in unserem neu eröffneten Museums-Café Kirschkern. Die engagierten Betreiber des Cafés kreieren passend zur aktuellen Ausstellung ein Überraschungsmenü für Sie.

Die Führung beginnt um 18.00 Uhr, ab ca. 19.00 findet das Abendessen im Café Kirschkern statt.

Kosten: 25 Euro | Anmeldungen bis 3 Tage vor dem Termin unter mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder unter Tel. 083 41 – 86 44

Sa 14.04.2018 11.00 - 13.00 Kreativworkshop "Muster und Ornamente aus Japan" für Kinder ab 8 Jahren

Die Kinder fertigen ihre eigenen Stempel aus Korken, Schnüren, Karton und Moosgummi an. Mit Bleistift werden Figuren und stilvoll dekorierte Innenräume vorgezeichnet. Die Kleidung der Personen sowie Tapeten, Vorhänge und Teppiche werden dann mit unterschiedlichen Mustern mithilfe der Stempel bunt bedruckt.

SA 17.03. oder Sa 14.04. | 11.00 – 13.00 Uhr | Kosten: 12 Euro

Anmeldung unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder unter Tel.: 083 43 – 923 178

So 22.04.2018 11.00 Letzte Führung durch die Ausstellung Crossing Cultures

In dieser letzten Führung erfahren Sie mehr über den historischen Kontext der stilistischen Beeinflussung europäischer und japanischer Künstler. Auch die Technik des Farbholzschnitts und unterschiedliche künstlerische Ansätze bei der Darstellung der Motive werden anschaulich vor den Werken der Ausstellung erläutert.

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Um Anmeldung bis einen Tag vor dem Termin wird gebeten.

E-Mail: mail@kunsthaus-kaufbeuren.de

Tel.: 083 41 – 86 44

Unter dem mehrdeutigen und durchaus ironisierend gemeinten Titel PERFECT WORLD vereinte die Ausstellung das Schaffen der drei zeitgenössischen Maler Christian Hellmich, Sven Kroner und Pere Llobera. Ein verbindendes Thema aller drei Künstler ist das wiederkehrende Moment der Verschränkung mehrerer Wahrnehmungs- und Zeitebenen, in denen multiple Erfahrungen von Wirklichkeit, Illusion und Traum miteinander verschmolzen sind.

Wo ist der Zusammenhang zwischen Wahrnehmung und Geheimnis? Wie schaffen die Künstler mit den Mitteln der Malerei Bilder hybrider Welten, in denen eigene Gesetzmäßigkeiten zu herrschen scheinen und wie konfrontieren sie den Betrachter mit ihrer Auffassung von ‚Wirklichkeit‘ und den Möglichkeiten bildnerischer Vision? – Es sind keine malerischen Idyllen, die Hellmich, Kroner und Llobera den Betrachtern ihrer Werke zeigen. Vielmehr vermitteln die drei Maler in ihren Werken eine höchst ambivalente Haltung zu der sie umgebenden Umwelt, zu ihrer Geschichtsauffassung wie auch zu ihrem Selbstverständnis als Künstler.

Christian Hellmich (*1977, Düsseldorf) beschreibt seine Malerei als „modular“ – einzelne abstrakte Formen kombiniert er immer wieder zu neuen Bildern und schafft so maltechnisch und kompositorisch komplexe, teils surreal anmutende Bildräume. Häufig wird dem Betrachter der Eindruck vermittelt, vermeintlich etwas wiederzuerkennen, ohne es jedoch klar zuordnen zu können. Für die in seinen Gemälden fragmentarisch zusammengefügten Motive greift Hellmich auf sein Bildarchiv zurück, das aus Fotos, Zeitungsausschnitten, Internetquellen, Postkarten u. ä. besteht. Dabei ist sein Vorgehen davon geprägt, wie die Gesellschaft in unserem heutigen mediatisierten Zeitalter mit Bildern umgeht. Charakteristisch für Hellmichs Malerei ist die Verbindung aus gestisch-abstraktem Malduktus und der asymmetrischen Anordnung von Farbflächen, aus der er eine geometrische, rasterartige Aufgliederung der Bildfläche entwickelt. Dabei vermeidet der Künstler stets eine einheitliche Perspektive, verschiedene Raumvorstellungen durchdringen sich gegenseitig, mehrere Bildebenen erscheinen simultan. Häufig sind es Verweise auf architektonische Konstruktionen und das Spiel mit comic-haften Formen, die in einer Art „Restgegenständlichkeit“ (Hellmich) ein Spannungsverhältnis zwischen Zwei- und Dreidimensionalität erzeugen. Diese im wahrsten Sinne ‚viel-schichtigen‘ Bildkompositionen, die Zusammenstellung einer oft bestechenden Farbpalette und das offensichtliche Wechselspiel zwischen der Zersplitterung ‚realer‘ Räume und der Neukonstruktion imaginärer Räume rekurrieren nicht einmal im Ansatz auf eine mimetische Art der Darstellung. Vielmehr richtet sich Hellmichs Interesse von Beginn an darauf, mit malerischen Mitteln ‚andere, hybride Welten‘ zu erschaffen, in denen eigene Struktur- und Formgesetze herrschen und die Konfrontation des Betrachters mit dem Unspezifischen die Sehnsucht nach identifizierbaren und assoziativen Inhalten weckt.

Der Blick durch ein Fenster, von innen nach außen, Miniaturmodelle von Häusern und Schiffen in einem Atelier, endzeitliche Szenerien, schwebende Supertanker, überflutete Landschaften: Sven Kroner (*1973, Kempten) blendet in seinen großformatigen Bildpanoramen gewöhnliche Alltagsszenen und Relikte des Industriezeitalters ineinander. Häufig vermitteln seine Werke eine unwirkliche, scheinbar romantisierende Stimmung, doch wird diese sofort wieder durch ein Gefühl tiefer Verunsicherung ironisch gebrochen – ein signifikantes Merkmal der Arbeiten Sven Kroners. Die ausgefeilte Staffelung der Bildelemente in Kroners gegenständlichen Gemälden wird durch den Einsatz wechselvoller Lichtstimmungen dramatisiert, die die Werke gleichzeitig wie eine melancholische Patina überziehen. Subtil leitet der Künstler den Betrachter in seine Vorstellung von der Welt. Mit den Mitteln der Malerei verschmilzt er persönliche Eindrücke realer Plätze mit visionären ‚Nicht-Orten‘ (Utopie, griech. οὐ-tópos) und erschafft so ‚Ideenbilder‘, fiktive Orte, an denen sich ein Kräftemessen zwischen Mensch und Natur abzuspielen scheint. Immer wieder sind es physikalische Prozesse, mittels derer die Natur ihre Macht und Überlegenheit gegenüber dem in seiner Natürlichkeit domestizierten Menschen demonstriert, der glaubt, sie beherrschen und sich Untertan machen zu können. Wie in einem Traum verbinden sich in Kroners Werken historische Fakten, gegenwärtige Möglichkeiten und Zukunftsszenarien. Damit oszillieren seine Gemälde zwischen Realität und Vorstellung, Gegenständlichkeit und Abstraktion, Tradition und Innovation, zwischen Ernsthaftigkeit und ironischer Brechung der Themen und implizieren so auch ein Spiel mit der Zeit.

Auch die Werke von Pere Llobera (*1970, Barcelona) zeichnen sich durch eine thematische wie auch stilistische Pluralität aus, die sie jeder eindeutigen Klassifizierung entzieht. Die Darstellungen privater Welten und unscheinbar wirkender alltäglicher Momente durchdringen einander, wobei die zeitlosen Bildpanoramen des spanischen Malers häufig mit historischen Zitaten besetzt sind. Eine zentrale Bezugsquelle für Lloberas künstlerische Auseinandersetzung mit Traum und (Anti-)Utopie ist immer wieder seine Beschäftigung mit den literarischen Werken von Kenneth Patchen, Aldous Huxley und anderen Autoren der ‚Beat Generation‘, deren Werke sich durch einen sprunghaften Stil und exzentrische Brüche innerhalb der Erzählstruktur auszeichnen. Lloberas Werke sind von großer Ernsthaftigkeit geprägt. Gleichzeitig vermitteln sie eine düster-melancholische Stimmung des Scheiterns, ein Gefühl von Unvollkommenheit, sie behandeln die Krise des Ichs in einer Welt, in der die Überwachung des Einzelnen und die damit einhergehende, meist unbewusst stattfindende Selbstzensur nur noch die Flucht in eine Scheinwelt zeitigt, als Beleg für die absurde Suche nach Stabilität und verbindlichen Werten.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen Werkabbildungen und Textbeiträgen von Melitta Kliege, leitende Kuratorin im Neuen Museum – Staatl. Museum für Kunst und Design in Nürnberg, Nadia Ismail, Kunsthistorikerin und Kuratorin, Frankfurt am Main sowie Jan T. Wilms, Direktor Kunsthaus Kaufbeuren und Kurator der Ausstellung.

© Kunsthaus Kaufbeuren

Unterstützt von