23 März
Kalender
Do 23.03.2017 18.00 Donnerstagsführung

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vorher unter 083 41 – 86 44

Sa 25.03.2017 19.30 | Einlass ab 19.00 Konzert: JAZZ IM KUNSTHAUS | HYBRID SOUND

Jazz-Trio: Tiny Schmauch (Kontrabass), Flori Mayer (Saxophon & Klarinette), Andreas Kopeinig (Piano). – Eigenkompositionen, Interpretationen bekannter Jazz-Klassiker und Improvisationen im Dialog mit den malerischen Hybridwelten der Ausstellung erzeugen ein Spannungsfeld zwischen Kunst- und Klangerlebnis.
Gefördert von der VR Bank Kaufbeuren-Ostallgäu eG

Eintritt 12 Euro, ermäßigt 6 Euro (Schüler/Studenten)
Kartenreservierung unter 083 41 – 86 44 oder mail@kunsthaus-kaufbeuren.de oder Abendkasse

So 02.04.2017 11.00 Sonntagsführung

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vorher unter 083 41 – 86 44

Do 06.04.2017 18.00 Donnerstagsführung

Kosten: 3 Euro zzgl. Eintritt

Anmeldung bis 1 Tag vorher unter 083 41 – 86 44

Sa 29.04.2017 11.00-13.00 Workshop für Kinder ab 6 Jahren: Geister, Gespenster und Gruselkabinette

Die Kinder malen auf Holztafeln mit Acrylfarbe und Kreide die Geister unter ihrem Bett, die Gespenster im Schrank und unheimliche Orte, an denen sich Wesen aus anderen Welten verstecken. Wenn das Unbekannte auf der Leinwand erscheint, erweckt es weniger Angst, weil man weiß, wo man es packen kann.

Kosten: 15 Euro

Anmeldung unter info@querkunst-kaufbeuren.de oder 083 41 – 954 01 54

Es war eine Zeit des Aufbruchs, in der Luther seine Thesen an die Wittenberger Schlosskirche schlug – religiöse Dogmen wurden hinterfragt, neue Werte althergebrachten Denkweisen entgegengesetzt und das Korsett strenger Lebensregeln ein Stück weit aufgebrochen. – Auch heute leben wir in einer Phase globaler Neuorientierung, in der verschiedenste Lebensentwürfe ein so ambivalentes wie verwirrendes Bewusstsein unserer Welt spiegeln. Die Werke der Ausstellung „Luther reicht nicht!“ reflektieren eindrücklich, wie sich Gefühle des Aufbruchs fast 500 Jahre nach Luthers Reformation in unserer Zeit manifestieren und von Künstlerinnen und Künstlern aufgenommen, diskutiert und bildnerisch verarbeitet werden.

Den zentralen Gedanken von Reform und Reformation weiterspinnend, wird das ambitionierte Ausstellungsprojekt, das im Arbeitskreis Kirche und Kunst / Unterfranken der Evangelisch-Lutherischen Kirche in Bayern in Zusammenarbeit mit der Diözese Würzburg entwickelt wurde und seinen erfolgreichen Auftakt im Kreuzgang des Würzburger Doms hatte, ab März 2016 im Kunsthaus Kaufbeuren gezeigt. Das Signal der Ausstellung: Die Kunst ist frei – eine Referenz zurück zu Luther, der die Bilder zu den „freien Dingen“ zählte – und damit noch heute zur kritischen Auseinandersetzung aufruft. Kunstwerke sind frei für Deutungen, die im Betrachter liegen. Dieser ist kein fraglos Anstaunender, er ist potentieller Interpret, der kritisch nach dem Woher und Wozu des Kunstgegenstands fragt.

Mit rund 80 Werken der Malerei, Plastik, Fotografie und der Videokunst öffnet die Schau ein breites künstlerisches Panorama. Werke junger Künstler stehen neben solchen etablierter Vertreter der Gegenwartskunst. Sie alle verbindet das zentrale Anliegen, Glaube und Spiritualität als Thema der bildenden Kunst entlang der zahlreichen gesellschaftlichen Herausforderungen unserer Zeit auf ihre Darstellungsmechanismen hin zu überprüfen und überkommene ikonografische Traditionen und Bildmechanismen zu hinterfragen. So sollen neue Perspektiven und wegweisende Impulse in der Debatte über den Umgang mit Glaube und Spiritualität gegeben und eindrücklich auf die Notwendigkeit zur permanenten Weiterentwicklung und Veränderung in der Kunst wie auch im Glauben hingewiesen werden.

Mit dem Ziel, der Ausstellung im Kunsthaus ein einzigartiges und unverwechselbares Profil zu verleihen, wird der Kern der Würzburger Auswahl um zahlreiche künstlerische Positionen ergänzt: u.a. mit bedeutenden Leihgaben des Kooperationspartners für die Ausstellung, dem KULTUMdepot, Sammlung für Gegenwartskunst und Religion in Graz. Nicht als reine Adaption der ursprünglichen Ausstellung, sondern in der konsequenten Weiterentwicklung, trägt die Kaufbeurer Präsentation somit den Gedanken von Veränderung und Reform auch in ihrer neuen Gestalt weiter. (Kurator: Jan T. Wilms)

© Kunsthaus Kaufbeuren

Teilnehmende Künstler/innen:

SIEGFRIED ANZINGER | NICOLE AHLAND | WALTER BAUSENWEIN | HERBERT FALKEN | DOROTHEE GOLZ | EDITE GRINBERGA | JÜRGEN HAFNER | BERTRAM HASENAUER | JOACHIM HAKE / THOMAS HENKE | ANNE HITZKER-LUBIN | LENA KNILLI | ZENITA KOMAD | JULIA KRAHN | THOMAS LANGE | SHIMON LEV | MICHAEL MORGNER | ADRIAN PACI | MIMMO PALADINO | HANNES PRIESCH | ARNULF RAINER | KEIKO SADAKANE | TOBIAS TRUTWIN | HOLGER WALTER | EDUARD WINKLHOFER | JÜRGEN WOLF | YONGBO ZHAO | 0512

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